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Versicherer nach Gewinnwarnung von Converium unter DruckDPA-Datum: 2004-07-20 10:58:05

(dpa-AFX) Frankfurt - Die Aktien der Versicherer sind am Dienstag nach einer Gewinnwarnung der Schweizer Converium Holding europaweit unter Druck geraten. Der Rückversicherer hat wegen unerwartet hoher Verluste im Sachversicherungsgeschäft in den USA unter den Markterwartungen liegende Ergebnisse im zweiten Quartal angekündigt, sagte ein Händler.

(dpa-AFX) Frankfurt - Die Aktien der Versicherer sind am Dienstag nach einer Gewinnwarnung der Schweizer Converium Holding europaweit unter Druck geraten. Der Rückversicherer hat wegen unerwartet hoher Verluste im Sachversicherungsgeschäft in den USA unter den Markterwartungen liegende Ergebnisse im zweiten Quartal angekündigt, sagte ein Händler.

Converium-Aktien < Chrn.ZRH > < Qona.MUN > brachen bis gegen 10.40 Uhr um 40,37 Prozent auf 37,00 Schweizer Franken ein, während der Swiss-Market-Index (SMI) < SMI.SFF > 0,01 Prozent auf 5.429,20 Zähler verlor. Der Stoxx-Branchenindex für Versicherer fiel als schwächster Sektor um überdurchschnittliche 1,63 Prozent. Münchener Rück < Muv2.ETR > rutschten um 1,74 Prozent auf 78,85 Euro ab, laut Händlern zusätzlich belastet durch Spekulationen um eine Aktienplatzierung. Allianz-Aktien < ALV.ETR > gaben 1,00 Prozent auf 80,24 Euro ab, ING Groep < Inga.ASX > < INN.FSE > verloren 1,21 Prozent auf 18,00 Euro und AXA < PCS.PSE > < AXA.FSE > sackten um 0,90 Prozent auf 16,56 Euro ab.

"Die Gewinnwarnung von Converium ist der Hauptbelastungsfaktor vor allem für die Rückversicherer", sagte ein Frankfurter Aktienhändler. Mit dem Blick auf die Spekulationen um eine anstehende Platzierung von Münchener-Rück-Aktien war der Markttenor "unwahrscheinlich", zumal diese Gerüchte ohnehin durch Converium in den Hintergrund gedrängt würden. Weitere Belastung gehe von den schwachen Aktienmärkten aus, die den Wert der Beteiligungen von Versicherern mindern.

"Die (Converium) Nachrichten werten wir negativ für das Sentiment gegenüber den Rückversicherern und Erstversicherern mit US-Haftpflichtaktivitäten", schrieb LRP-Analyst Jochen Schmitt am Dienstag. Zwar sei die Angemessenheit von Reserven unternehmensspezifisch zu beurteilen, das Branchensentiment leide aber unter der heutigen Meldung. Investoren fragten sich, ob andere Versicherer wie die Münchener Rück ihre Reserven für das US-Geschäft ebenfalls erhöhen müssen, schrieb Konrad Becker von Merck, Finck & Co am Dienstag. Der Analyst erwarte aber keine Beeinträchtigung der Halbjahresergebnisse der Münchner.

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