Versorger sieht Mängel in der Stromliberalisierung
MVV vermisst Enron als Impulsgeber

Trotz des Skandals um den US-Energiehandelskonzerns Enron steht für Roland Hartung, Vorstandssprecher des Mannheimer Versorgers MVV Energie AG, fest: "Enron wird uns fehlen".

jkn FRANKFURT/M. Das US-Unternehmen habe im deutschen Energiemarkt für wichtige Impulse gesorgt, betonte Hartung.

Die Sympathieerklärung zu diesem ungewöhnlichen Zeitpunkt kommt nicht von ungefähr. Ähnlich wie bis vor kurzem Enron sieht sich auch die MVV durch Regeln im Energiemarkt beschränkt. So kritisiert Hartung die mangelnde Transparenz des deutschen Strommarktes.

Trotz der Hemmnisse im Markt will die MVV im laufenden Geschäftsjahr 2001/02 (zum 30.9.) ihren Umsatz kräftig steigern. Nach einem Plus von 82 % auf 1,18 Mrd. Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr sollen die Erlöse auf 1,53 Mrd. Euro steigen. Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) soll sich von aktuell 133 Mill. auf 141 Mill. Euro erhöhen. Die Zahlen sind allerdings beeinflusst durch Erstkonsolidierung und den Verkauf von Beteiligungen.

Matthias Heck von Sal. Oppenheim sieht die Entwicklung der MVV positiv. Allerdings dürfte das Potenzial der Aktie zur Zeit begrenzt sein, da MVV eine Kapitalmaßnahme plane. Nach Angaben von Hartung soll der Streubesitz in diesem Jahr von 12,3 % auf 25 % erhöht werden.

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