Versorgertitel könnten in den Blickpunkt rücken
Deutsche Aktien zur Eröffnung freundlich erwartet

Die deutschen Aktienwerte dürften nach Einschätzung von Händlern am Montag zunächst mit Zuwächsen in die Sitzung starten, wobei allerdings die Kurse im Tagesverlauf etwas abbröckeln könnten. In der Woche vor den Weihnachtsfeiertagen sei mit recht dünnen Umsätzen zu rechnen und viele Kursbewegungen seien zufallsbedingt, sagte ein Händler.

rtr/dpa-afx FRANKFURT. "Es fehlen die Käufer im Markt, weil die meisten ihre Bücher schon geschlossen haben", fügte er hinzu. Für eine Belebung des Geschehens könnte allerdings der am Vormittag erwartete Ifo-Geschäftsklimaindex sorgen, hieß es.

Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) vorbörslich mit 4 933 Punkten, nachdem er am Freitag bei 4 909 Zählern aus der Sitzung gegangen war. Die Indikationen der Deutschen Bank liegen bei 4 937 Zählern. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 4 934 Punkten. Den Nemax 50 berechnete die Citibank vorbörslich mit 1 155 Zähler, nachdem der Blue-Chip-Index des Neuen Marktes am Freitag bei 1 150 Punkten geschlossen hatte. Lang & Schwarz sieht ihn bei 1 163 Zählern.

Wichtige Signale über die weitere Entwicklung der Wirtschaft erhoffen sich Marktteilnehmer für den für Vormittag erwarteten Ifo-Geschäftsklimaindex im November. "Kommt es zu einem weiteren starken Rückgang, dürfte der Aktienmarkt dies auf dem derzeitigen Niveau (hohe Bewertung) nicht verkraften", hieß es bei den Analysten der Investmentbank HSBC in einer Studie. Analysten erwarten allerdings im Schnitt einen leichten Anstieg des Ifo-Index für November auf 84,9 Punkte, nachdem der Index im Oktober mit 84,7 Zählern auf den tiefsten Stand seit acht Jahren gefallen war.

Im Blickpunkt des Interesses dürften die Versorgertitel rücken. Das Bundeskartellamt will die Großfusionen von Tankstellen nur unter erheblichen Auflagen zulassen, um eine Marktbeherrschung nicht zu verstärken, sagte der Präsident des Bundeskartellamtes Ulf Böge der "Welt am Sonntag". Die Zusammenschlüsse in der Tankstellenbranche von Shell und DEA, die zu RWE gehört, sowie der britischen BP und der Eon-Tochter Aral betrachte er nach wie vor kritisch.

Das Ergebnis des Technologiekonzerns Siemens werde im Jahr 2002 besser ausfallen als in 2001, bekräftigte der Vorstandschef des Konzerns Heinrich von Pierer gegenüber der Zeitung "Die Welt" am Samstag seine Erwartungen für das kommende Jahr.

Die Siemens-Tocher Infineon will einem Magazinbericht zufolge in Deutschland weniger Stellen streichen als geplant. Statt der angekündigten 2000 wolle Infineon nun nur 1800 Stellen in Deutschland abbauen, berichtet das Magazin "Focus" unter Berufung auf den Betriebsrat und stellvertretenden Aufsichtsratvorsitzenden Alfred Eibl in seiner neuesten Ausgabe. Infineon lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Die Finanzsparte der Deutschen Post, die Postbank, wird am heutigen Montag in einem Pressegespräch Stellung zur Unternehmensentwicklung nehmen.

Die Aktionäre der Entory AG haben dem Übernahmeangebot der Deutschen Börse zugestimmt. 100 Prozent der Aktionäre hätten das Angebot angenommen, teilte die Deutsche Börse am Montag in einer Plichtveröffentlichung mit. Das Bundeskartellamt habe inzwischen mitgeteilt, dass aus kartellrechtlicher Sicht keine Einwände gegen die Übernahme bestünden. Entory und Deutsche Börse hatten am 30. November bekannt gegeben, ihre Geschäftsaktivitäten zusammenführen zu wollen.

Der im MDax notierte Hamburger Kosmetikkonzern Beiersdorf AG wird im Geschäftsjahr 2001 einen höheren Jahresüberschuss erwirtschaften als im Vorjahr. Auch beim Umsatz erwartet das Unternehmen eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. "Beim Umsatz gehen wir gegenwärtig von 4,53 Milliarden Euro aus. Und der Jahresüberschuss wird voraussichtlich bei 275 Millionen Euro liegen." Das kündigte Unternehmenschef Rolf Kunisch im Gespräch mit der "Euro am Sonntag" an.

Das von der EU-Kommission geforderte Sanierungskonzept für die im MDAX notierte Berliner Bankgesellschaft soll am heutigen Montag verabschiedet werden. Auf einer Sondersitzung wird zunächst der Berliner Senat den Weg für die darin vorgesehene Übernahme der weiteren Immobilienrisiken durch das Land frei machen. Danach werden die Arbeitnehmer ihren Beitrag zur endgültigen Sanierung des mit einer Milliarden-Kapitalspritze vorläufig geretteten Instituts beschließen. Anschließend kann der Aufsichtsrat der Bankgesellschaft dem Gesamtpaket zustimmen.

Der am Neuen Markt notierte Hersteller von Windkraftanlagen Nordex hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/2001 Gesamtleistung und Ergebnis verbessert. Die Gesamtleistung habe sich auf 354,3 von 270,2 Millionen Euro im Vorjahr erhöht, teilte das am Neuen Markt gelistete am Morgen mit.

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