Verstärkte Kostenkontrolle zahlt sich aus
HP sieht weiter schwieriges Umfeld

Der US-Drucker- und Computerhersteller Hewlett-Packard hat unter anderem durch Kostensenkungen im abgelaufenen Quartal einen Gewinn entsprechend der Markterwartungen erwirtschaftet. Das Geschäftsumfeld sei aber weiterhin schwierig, teilte das Unternehmen am Dienstag in Palo Alto mit. Der Konzern rechne nicht vor 2003 mit einer nennenswerten Verbesserung der Investitionen in Informationstechnologie.

rtr/dpa PALO ALTO. Im letzten Geschäftsquartal vor Abschluss der Übernahme des Computerkonzerns Compaq Computer wies Hewlett-Packard einen Gewinn vor Sonderposten von 498 Mill. Dollar oder 25 Cent je Aktie (verwässert) aus, verglichen mit 336 Mill. Dollar oder 17 Cent je Aktie im Vorjahresquartal. Der Konzern hatte vor drei Monaten mitgeteilt, der Gewinn dürfte 25 Cent je Aktie vor Sonderposten betragen. Die Prognosen der Analysten gingen ebenfalls im Durchschnitt von einem Gewinn je Aktie von 25 Cent aus.

Das Unternehmen wies entsprechend der eigenen Prognosen für das zweite Quartal mit 10,6 Mrd. Dollar einen moderaten Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahresquartal von 11,7 Mrd. Dollar aus. Im Vorquartal hatte der Konzern 11,4 Mrd. Dollar umgesetzt. Während das Imaging- und Druckergeschäft sowie das IT-Outsourcing gut liefen, waren das Computer- und Consulting-Geschäft in der Berichtszeit weiter schwach.

Das Geschäftsumfeld bezeichnete HP jedoch insgesamt als weiterhin schwierig. Finanzchef Bob Wayman sagte dazu: "Die Realität ist, dass wir bislang kein Zeichen der Ermutigung gesehen haben. Verbraucher- und Unternehmensausgaben scheinen nicht vor einer Belebung zu stehen". Eine leichte Erholung im zweiten Halbjahr 2002 sei zwar noch immer möglich, doch zähle HP nicht vor 2003 auf eine bedeutende Verbesserung der IT-Ausgaben, fügte er hinzu.

HP-Chefin Carly Fiorina sagte, das Erreichen des Gewinnziels sei im Wesentlichen auf Kostenkontrollen zurückzuführen. Diese hätten zu einer erheblichen Verbesserung der Bruttomargen geführt.

Die HP-Aktie hat seit dem Vollzug der Fusion mit dem Konkurrenten Compaq Anfang dieses Monats rund 18 % an Wert gewonnen. Im Vergleich mit dem Zeitpunkt der Ankündigung des Zusammenschlusses am 3. September liegt das Papier aber noch um etwa 25 % niedriger. Im nachbörslichen Handel fielen HP-Aktien am Dienstag auf 19,60 Dollar, nach einem Schlusskurs an der New Yorker Börse von 20,50 Dollar.

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