Verstärkte Wohnungsbauaktivitäten außerhalb der Ballungszentren
Frühindikator: Leichte Erholung im Wohnungsbau

Im Wohnungsbau zeichnet sich eine verhaltene Erholung ab. Dies geht aus dem KfW-Frühindikator für den Wohnungsbau hervor, den die KfW-Bankengruppe ab sofort regelmäßig exklusiv für die WirtschaftsWoche ermittelt.

DÜSSELDORF. Der Indikator weist eine Vorlaufzeit von rund drei Monaten gegenüber der amtlichen Statistik zu den Auftragseingängen im Wohnungsbau auf und zeigt den Anteil der Kreditnehmer, die im Rahmen des KfW-Wohneigentumsprogramms angeben, mit dem Kredit einen Neubau finanzieren zu wollen. Die KfW ermittelt diese Neubauquote auf der Basis von monatlich rund 10500 Fällen.

Im April zog der Wohnungsbaufrühindikator zum fünften Mal in Folge an, zum dritten Mal in Folge lag er über seinem Vorjahreswert. Allerdings geht die Aufwärtsbewegung mit geringer Geschwindigkeit voran. Der Indikator liegt aktuell bei 48,6 Prozent - und damit nur 0,5 Prozentpunkt über seinem Vorjahresstand.

Vor allem außerhalb der Ballungszentren beobachten die KfW-Experten ein Anziehen der Wohnungsbauaktivitäten. Auffallend positiv ist die Lage in Ostdeutschland. Dort lag der Neubauanteil nach Berechnungen der KfW im bisherigen Jahresmittel deutlich über dem Niveau der entsprechenden Vorjahresperiode. Per Ende April beläuft sich das Plus auf immerhin 2,4 Prozentpunkte. In Westdeutschland dagegen wird ein Minus von 0,5 Prozentpunkte verzeichnet. Die KfW-Experten erwarten, dass sich der Aufwärtstrend im Wohnungsbau in den kommenden Monaten weiter festigen wird. Damit sind die Aussichten gut, dass die Bauinvestitionen das Wirtschaftswachstum im Jahr 2002 nicht mehr so stark belasten wie vergangenes Jahr. Die Wohnungsinvestitionen machen mehr als die Hälfte der gesamten Bauinvestitionen aus.

Quelle: Wirtschaftswoche

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