Verstärkten Verlagerungen der Produktion ins Ausland
VDMA: Arbeitsplatzabbau wegen Tarifabschluss

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau dürfte nach Angaben seines Verbandes wegen des als zu hoch empfundenen Metall-Tarifabschlusses mindestens zwei bis drei Prozent an Beschäftigten abbauen.

rtr BERLIN. "Wir rechnen mit einem Personalabbau von mindestens zwei bis drei Prozent wegen des Tarifabschlusses", sagte VDMA-Präsident Diehter Klingelnberg der Nachrichtenagentur Reuters in einem telefonischen Interview am Donnerstag. "Der Vorteil (des Abschlusses) ist, dass er langfristig ist und uns klare Kalkulationsgrundlagen gibt um zu rechnen. Der Nachteil ist, er ist zu hoch ist", sagte Klingelnberg. "Er wird dazu führen, dass unsere Leute Personal abbauen", kündigte er an.

Zugleich dürfte es zu verstärkten Verlagerungen der Produktion ins Ausland kommen. "Wir werden statt im Inland zu produzieren im Ausland produzieren", sagte er. "Wir werden verstärkt rationalisieren und auch verstärkt auf Wertschöpfung im Ausland zurückgreifen". Insgesamt sei der Abschluss ein negatives Signal für den Arbeitsmarkt. Die Prognose des VDMA für seine wirtschaftliche Entwicklung, die für 2002 von einem Produktionsminus von zwei Prozent ausgeht, will Klingelnberg wegen des Abschlusses noch nicht revidieren. Die Wahrscheinlichkeit sei aber größer geworden, "dass wir das nicht erreichen", sagte er.

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau ist der größte industrielle Arbeitgeber in Deutschland mit über 900 000 Beschäftigten.

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