Verstärkung des Preisrückganges
Einkaufsmanager-Index für Euro-Zone fällt auf Umfragetief

Das stark nachlassende Neugeschäft, rückläufige Produktion und Personalabbau haben im September einer Umfrage zufolge einen erneuten Geschäftsrückgang im Verarbeitenden Gewerbe der Euro-Zone ausgelöst. Dies signalisiere der Reuters-Einkaufsmanager-Index (EMI), der mit 45,9 (August 47,5 revidiert von 47,6) Punkten auf eine Kontraktion hinweise, teilte die Forschungsgruppe NTC am Montag mit.

rtr LONDON. Damit signalisiere der Index den stärksten Geschäftsrückgang seit Umfragebeginn vor vier Jahren. Die befragten Manager führten die Kontraktion vor allem auf die deutlich gesunkenen Auftragseingänge zurück. Die Beschäftigung ging im zweiten Monat in Folge zurück, allerdings in geringem Umfang. Der Preisrückgang habe sich weiter verstärkt.

NTC ermittelt den Index für Reuters anhand einer Umfrage unter Einkaufsmanagern von rund 2 500 Unternehmen in der Währungsunion. Index-Werte über 50 Punkte signalisieren ein Wachstum, Werte darunter ein Schrumpfen. Das Volumen der Neuaufträge nahm im September den Daten zufolge zum sechsten Mal in Folge und um die höchste Rate seit Umfragebeginn ab. Außer Griechenland hätten alle anderen Länder von einem rückläufigen Neugeschäft aus der Euro-Zone wie auch von Regionen außerhalb der Währungsunion berichtet. In Reaktion auf das nachlassende Neugeschäft sei auch die Produktion erneut heruntergefahren worden, hieß es. Der Index Produktion lag mit 46,6 (48,3) Indexzählern im fünften Monat in Folge unter 50 Punkten. NTC zufolge enthalten die Umfragedaten im September trotz des Umfragetiefs keinen Hinweis auf einen Einfluss der Anschläge in den USA.

Abbau von Personal- und Lagerbeständen

Analog zum rückläufigen Neugeschäft und dem geringeren Produktionsausstoß lag auch der Beschäftigten-Index NTC zufolge im September unter 50 Zählern und verwies damit auf einen weiteren Personalabbau. Dabei berichteten die Befragten von natürlichen Abgängen, Entlassungen und von der Nichtersetzung von Zeitarbeitskräften. Die Industrie habe auch ihre Lagerbestände erneut abgebaut. Zugleich hätten sich die Lieferzeiten im Berichtsmonat zum sechsten Mal in Folge verkürzt.

Wegen einer geringeren Nachfrage nach Rohstoffen und der günstigeren Entwicklung des Euro-Dollar-Wechselkurses sind den Einkaufsmanagern zufolge die Kosten erneut gesunken. Der Preis-Index deutet mit 44,0 (45,5 revidiert von 45,7) Punkten auf einen weiteren Rückgang hin. Dies sei der stärkste Preisrückgang seit März 1999.

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