Verstoß gegen Urheberrecht festgestellt
Time Warner siegt im Streit um Harry-Potter-Webadressen

dpa/HB GENF. Der amerikanische Medienkonzern Time Warner hat einen Streit um mehr als 70 Harry Potter-Internetadressen gewonnen. Wie die World Intellecutal Property Organization (WIPO), Weltorganisation für geistiges Eigentum, am Donnerstag in Genf mitteilte, hat das Schiedsgericht ein kleines Unternehmen in Kalifornien aufgefordert, Adressen wie «www.harrypotter3.Net» oder «www.theharrypottermovie.com» abzutreten.

Die meisten Adressen waren kurz nach dem 15. März registriert worden, als der amerikanische Fernsehsender CNN die Verfilmung des ersten Harry Potter-Buchs angekündigt hatte. Internetkenner hatten sich in den vergangenen Jahren für das Internet Adressen mit bekannten Markennamen registrieren lassen, um diese später für viel Geld an die Markenbesitzer zu verkaufen. Dieser Praxis soll mit den Schiedsgerichten ein Riegel vorgeschoben werden.

Das WIPO-Schiedsgericht befand, dass Harper-Stephans, in dessen Namen die Adressen registriert worden waren, keinerlei legitime Interessen an Harry Potter habe. Die Adressen verletzten vielmehr Urheberrechte, die Time Warner sich gesichert habe. Die Registrierstelle, Network Solutions im US-Bundesstaat Virginia, muss die Harry Potter-Internetadressen nun an Time Warner überschreiben.

Die Geschichte des Zauberlehrlings Harry Potter der schottischen Autorin Joanne K. Rowling hat in aller Welt Millionen jugendlicher und erwachsener Leser gefunden und gehört zu den erfolgreichsten Jugendbüchern aller Zeiten. Der erste Band erschien 1997.

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