Verteidigungsministerium: Noch keine Raketen stationiert
Französische Luftwaffe installiert Radar bei La Hague

Zum Schutz vor möglichen Terroranschlägen hat die französische Luftwaffe bei der atomaren Wiederaufarbeitungsanlage im nordfranzösischen La Hague Stellung bezogen. Bislang seien nur die Radarvorrichtungen des Boden-Luft-Abwehrsystems Crotale installiert worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag in Paris.

afp RENNES. So solle die Überwachung des Luftraumes in geringer Flughöhe verstärkt werden. "Raketen sind nicht stationiert worden", sagte er weiter. Zum Zeitpunkt einer möglichen Stationierung wollte er keine Angaben machen. Ein Armeesprecher hatte zuvor die Ankunft eines Militärkonvois in La Hague bestätigt. Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten die Ankunft des Konvois auf der höchsten Erhebung der Region.

Umweltminister Yves Cochet bestätigte Berichte über Regierungspläne, Atomanlagen zur Abwehr von Terrorangriffen mit Raketen abzusichern. Für La Hague seien entsprechende Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden, nachdem die Regierung einen Bericht über die verheerenden Folgen eines möglichen Terroranschlags auf die Wiederaufarbeitungsanlage erhalten habe, sagte Cochet. Unmittelbar nach den Anschlägen vom 11. September hatten Experten vor Angriffen auf La Hague gewarnt, die eine vielfach schlimmere Katastrophe auslösen könnten als den atomaren GAU von Tschernobyl.

Die in Rennes erscheinende Tageszeitung "Ouest-France" hatte am Donnerstag berichtet, unter anderem könnten in La Hague Boden-Luft-Raketen vom Typ Crotale oder das Abwehrsystem Roland stationiert werden. Raketen vom Typ Crotale können Flugzeuge in einem Umkreis von acht Kilometern und in einer Höhe von bis zu drei Kilometern abschießen.

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