Verträge für die Beschaffung des Militär-Airbus sollen unterzeichnet werden
Nato-Minister beraten über Strategie gegen Terror

Die Verteidigungsminister der Nato wollen bei ihrer zweitägigen Herbsttagung in Brüssel Diplomaten zufolge beraten, wie die Allianz sich langfristig im Kampf gegen den Terrorismus engagieren kann.

Reuters BRÜSSEL. Ein direkter Nato - Beitrag für Afghanistan stehe aber nicht zur Debatte, hieß es vor dem am Dienstag beginnenden Treffen in Nato-Kreisen. Vielmehr wollten die Minister klären, wie die Nato langfristig angemessen auf neue Bedrohungen etwa durch Bio-Waffen reagieren könne.

Am Rande des Treffens wollen die Verteidigungsminister von acht europäischen Nato-Ländern, darunter auch der deutsche Minister Rudolf Scharping Allianzkreisen zufolge die Verträge für den Bau und die Beschaffung des Militärtransporters Airbus A400M unterzeichnen. Nach Angaben eines Airbus-Sprechers soll sich der Stückpreis für die 196 in Auftrag gegebenen Flugzeuge bei rund 80 Millionen Euro bewegen.

Scharping hat am Wochenende erklärt, der Gesamt- Systempreis für die 73 Maschinen, die die Bundeswehr beschaffen wolle, werde deutlich unter 250 Millionen DM (knapp 130 Millionen Euro) liegen. Außerdem habe Deutschland erreicht, erst bei Auslieferung des A400M ab 2008 zahlen zu müssen und nicht schon während der Projektphase. Im Bundeshaushalt sind dafür derzeit zehn Milliarden DM eingeplant.

Mit den Flugzeugen sollen die betroffenen europäischen Streitkräfte auch mobiler werden. Mangelnde Transportkapazitäten der Europäer waren in der Nato immer wieder kritisiert worden. Die Frage bislang nicht ausreichender Mobilität werde auch bei der Debatte der Minister über die Terrorbekämpfung eine Rolle spielen, hieß es.

Zu dem Treffen wird auch US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld erwartet, der die Minister über die Lage in Afghanistan und die amerikanischen Pläne zur Einrichtung eines Raketenschilds informieren wolle, hieß es. Die US-Regierung hatte bereits den ABM-Vertrag aufgekündigt, der die Errichtung umfassender Raketenabwehrsysteme untersagt. Die Minister wollen auch die Lage auf dem Balkan erörtern, wo sich die Nato in Bosnien-Herzegowina, dem Kosovo und Mazedonien an Friedenstruppen beiteiligt.

Überdies wollen die Minister mit dem russischen Verteidigungsminister Iwan Iwanow beraten, wie die Beziehungen ausgebaut werden könnten. Dabei könnte auch die Zusammenarbeit gegen den Terrorismus eine Rolle spielen, berichteten Nato-Diplomaten. "Neue Felder eignen sich immer besser für neue Ansätze", hieß es.

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