Vertrag um ein Jahr verlängert: Rupprecht bleibt bei MAN

Vertrag um ein Jahr verlängert
Rupprecht bleibt bei MAN

MAN-Chef Rudolf Rupprecht wird ein Jahr länger am Steuer des Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzerns sitzen als geplant. Der Aufsichtsrat habe den Vertrag des 63-jährigen Vorstandsvorsitzenden bis Ende 2004 verlängert, teilte das Unternehmen am Donnerstag in München mit.

HB/dpa MÜNCHEN. Ursprünglich wollte Rupprecht bereits Ende dieses Jahres in den Ruhestand gehen. Nach Einschätzung in Branchenkreisen fand sich aber kein Nachfolger. Zudem wolle Rupprecht die Restrukturierung des Konzerns noch selbst voran treiben, hieß es. "Es ist noch einiges in Ordnung zu bringen."

Rupprecht hatte dem MAN-Konzern nach einem Gewinneinbruch einen strikten Sparkurs mit dem Abbau tausender Arbeitsplätze verordnet. In diesem Jahr will MAN von den Umstrukturierungen profitieren und den Gewinn deutlich steigern. 2002 war der Gewinn vor Steuern schon wieder leicht um sechs Millionen Euro auf 219 Millionen gewachsen. Der Umsatz im MAN-Konzern sank um zwei Prozent auf 16 Milliarden Euro.

Der gelernte Ingenieur Rupprecht hat sein gesamtes Berufsleben bei MAN verbracht und sich 1996 an die Spitze hoch gearbeitet. Seither verteidigte er immer wieder die breite Aufstellung des Konzerns gegen die Kritik aus Finanzkreisen. Als mögliche Nachfolger waren in den vergangenen Monaten vor allem der Chef der Nutzfahrzeugsparte, Hakan Samuelsson, sowie der Chef der Druckmaschinentochter MAN Roland, Gerd Finkbeiner, gehandelt worden. Beide sind aber mit der Sanierung ihrer Konzernsparten beschäftigt. Ein Wechsel an die Konzernspitze hätte daher nach Einschätzung von Branchenkennern neue Probleme aufgeworfen.

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