Vertragsabschluss nur nach genauem Check
Private Pflegeversicherung genau prüfen

Für den Pflegefall auch finanziell vorzusorgen - das ist fraglos sinnvoll. Nicht jedoch jede Form der Versicherung. Wer eine solche abschließen will, sollte sich die Konditionen genau anschauen.

ddp.vwd BERLIN. Jeder Krankenversicherte ist automatisch auch in einer Pflegeversicherung. Ob der Abschluss einer zusätzlichen privaten Pflegeversicherung sinnvoll ist, hängt pauschal weitgehend vom jeweiligen Alter ab. Eher als Luxus ist beispielsweise eine zusätzliche Pflegepolice einzustufen, wenn jemand erst im Rentenalter pflegebedürftig wird, erläutert der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Berlin. Dann stünden in der Regel neben den Leistungen der gesetzlichen Pflege auch Mittel aus der gesetzlichen und privaten Altersversorgung zur Verfügung. Anders sieht es dagegen für Personen aus, die in jüngeren Jahren zum Pflegefall werden.

Im konkreten Fall sollte jeder Verbraucher seinen Bedarf jedoch durch eine Lückenberechnung genau ermitteln, raten die Verbraucherschützer. Da dies zumeist sehr aufwändig ist, sollte der Betreffende sich nicht scheuen, die Hilfe unabhängiger Experten in Anspruch zu nehmen. Wer schließlich wegen einer finanziellen Lücke im Pflegefall eine entsprechende private Police abschließt, sollte auf folgende Bedingungen achten:

- Der Versicherer sollte automatisch dann leisten, wenn die private oder gesetzliche Pflegepflichtversicherung ihre Leistungspflicht anerkannt haben. Der Versicherer sollte zusichern, sich der Prüfung des medizinischen Dienstes der Pflegeversicherung anzuschließen.

- Die Versicherungsgesellschaft darf sich nicht vorbehalten, den Vertrag in den ersten drei Jahren zu kündigen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Versicherung den Vertrag aufhebt, wenn sie merkt, dass ein erhebliches gesundheitliches Risiko besteht.

- Die meisten Versicherer verlangen eine Wartezeit von drei Jahren. Erst nach Ablauf dieser Zeit wird im Pflegefall Tagegeld gezahlt, auch wenn dieser bereits vorher eintritt. Gesellschaften, die darüber hinaus eine Karenzzeit von weiteren 91 Tagen vereinbaren, sollte man meiden.

- Sehr wichtig ist zudem der Abschluss eines Vertrages bei einem Versicherer, bei dem man unwiderruflich bei steigenden Pflegekosten ohne erneute Gesundheitsprüfung das Pflegegeld aufstocken kann.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%