Vertragsverhandlungen stocken
Aus der Spur gefahren

Ralf Schumachers Zukunft bei BMW-Williams ist kurz vor dem Saisonstart der Formel 1 noch völlig unklar.

BERLIN. Es war im Dezember 2003. In Kitzbühl, auf der Motorsport-Party von BMW zum Saisonabschluss der Formel 1. Als es feierlich wurde, da wurde bei BMW viel geredet und vor allem auch schön geredet. "Stabilität ist der Eckpfeiler des Erfolgs!", schallte es durch den Saal. Zwei Monate später ist davon nichts mehr zu merken. Kurz vor Saisonbeginn am 7. März in Melbourne, scheint es bei BMW-Williams mit den Eckpfeilern im Team nicht weit her zu sein: Juan-Pablo Montoya wird Ende 2004 zu McLaren-Mercedes wechseln - und in die Debatten um Ralf Schumachers Zukunft kehrt einfach keine Ruhe ein.

Die Vertragsverhandlungen, die schon im Spätsommer 2003 "kurz vor dem Abschluss" standen, wie Ralf Schumacher und dessen Manager Willi Weber betonen, stocken. Frank Williams sei sauer, weil Weber und Ralf Schumacher nicht von ihren hohen Forderungen von über zwölf Millionen Euro abrückten, heißt es. Während Weber mit "einer Zukunft auch anderswo, "zum Beispiel bei Toyota", liebäugelt, hat Ralf Schumacher oft beteuert, er würde gerne bei BMW-Williams bleiben, aber die Bedingungen müssten eben auch stimmen.

Dass Williams in puncto Geld stur sein kann, haben schon Nigel Mansell und Damon Hill zu spüren bekommen. Mansell wurde nach seinem Titelgewinn 1992 wegen zu hoher Gehaltsforderungen durch Hill ersetzt. 1996 dann sah Hills Manager von seinen Forderungen nicht ab und war in den Verhandlungen mit Frank Williams zu arrogant - prompt setzte der Teamchef den angehenden Weltmeister zum Saisonende vor die Tür und Heinz-Harald Frentzen ins Auto.

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