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Vertrauen in die Zukunft?

Ob das Vertrauen der Konsumenten in die US-Wirtschaft gesunken ist, und ob es der US-Notenbank möglich ist, es in gegebenem Fall zurückzugewinnen, wird der Tag heute zeigen. Bis zu Veröffentlichung der Daten müssen sich die Anleger an der Wall Street jedoch noch bis 16.00 Uhr MEZ gedulden. Sollte die Zuversicht der US-Konsumenten in ihre Wirtschaft gesunken sein, sollte eine baldige Senkung der US-Leitzinsen bevorstehen. Die Anleger warten gespannt. Bis zur Veröffentlichung des Indikators stehen uns ruhig Handelsminuten bevor. Die Futures deuten auf einen leichten Handelsstart hin

Sollte die Zuversicht der US-Konsumenten in die Entwicklung der US-Wirtschaft tatsächlich stärker gesunken sein als erwartet, könnte uns eine baldige Zinssenkung sicher sein. Mehrere Brokerhäuser hatten sich bereits Ende vergangener Woche positiv über die Chance einer baldigen Zinssenkung geäußert. Am aggressivsten meldete sich Bear Stearns Analyst Wayne Angell zu Wort, der eine Zinssenkung noch in dieser Woche zu 80 Prozent für wahrscheinlich hält.



Sollte der Indikator des Verbrauchervertrauens tatsächlich geringer ausfallen als von der Mehrheit der Experten erwartet, konnte der Index auf das niedrigste Niveau seit vier Jahren sinken. Nachdem das Verbrauchervertrauen im Januar auf 114,4 Punkte zurückging, rechnet die Mehrheit der Experten nun mit einem Indikator von 110 Punkten. Im Jahr 1996 sank die Zuversicht der US-Bürger in ihre Wirtschaft auf das Niveau von 109,5 Punkten. Die bereits gestern veröffentlichten Zahlen zu den Verkäufen bereits existierender Häuser im Januar deuten auf ein niedrigeres Vertrauen der Konsumenten. Um 19.15 Uhr MEZ werden sich Vertreter des Offenmarktausschusses zu den Wirtschaftsdaten äußern.



Bis dahin dürften sich Anleger auf eine Zahl von Unternehmensnachrichten konzentrieren. Doch hier fehlen am Morgen überwiegend positive Impulse. So dürfte Turnschuhhersteller Nike heute wegen einer Gewinnwarnung unter Druck geraten. Nikes Probleme seinen hausgemacht, so die Analysten von Goldman Sachs. Nikes Softwareprobleme belasten jedoch im frühen Handel auch die Aktie von i2 Technologie, die den Sportschuhkonzern bisher mit Software für den B2B-Bereich belieferte.



Auch bei General Electric fängt der Tag eher trüb an. Der Energiekonzern wird die Fusion mit Honeywell verschieben. Rotes Licht kommt von der europäischen Wettbewerbsbehörde, die den Zusammenschluss nochmals überprüfen möchte. Die Vertagung der Entscheidung dürfte heute nicht nur den Kurs von General Electric, sondern auch Honeywell belasten, so die Analysten von Goldman Sachs.



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