Vertrauensverlust der Anleger
Bankenverband: Steuerpläne schaden dem Finanzplatz

Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) sowie andere große Wirtschafts- und Aktionärsverbände haben heftige Kritik an der von der Bundesregierung geplanten Spekulationssteuer auf Gewinne aus Aktien- und Immobilienbesitz geübt.

Reuters BERLIN. "Bei der beabsichtigten zeitlich uneingeschränkten Besteuerung von Wertpapieren und Grundstücken sind nicht Partikularinteressen, sondern die Interessen nahezu aller Bürger - und somit das Gemeinwohl - berührt", sagte BdB-Geschäftsführer Thomas Weisgerber am Dienstag in Berlin laut Redetext. Durch die beabsichtigten Regelungen werde der Finanzplatz Deutschland beschädigt. Sie führe zu einem Vertrauensverlust der Anleger und habe negative Folgen für die Altersvorsorge und den Vermögensaufbau.

Nach Weisgerbers Worten ist bei einer Einführung des Gesetzes mit einem tendenziellen Rückgang der Umsätze an den deutschen Börsen zu rechnen und sind tendenziell sinkende Kurse zu befürchten. Zudem rechne er mit einer Erhöhung der Volatilität der Börsenkurse und einer Dominanz der institutionellen Anleger am Finanzplatz Deutschland. Auch sei zu befürchten, dass nach der Änderung bei Kapitalerhöhungen und Börsengängen niedrigere Kurse erzielt würden. Des weiteren sei mit einer Erschwerung der Privatisierung von Unternehmen der öffentlichen Hand zu rechnen.

Der Referentenentwurf der Finanzministeriums für die Spekulationssteuer sieht nach einem Bericht des "Handelsblatts" vor, dass alle Gewinne aus Wertpapier- und Immobiliengeschäften, die nach dem 21. Februar 2003 getötigt werden, zeitlich unbegrenzt und damit auch rückwirkend besteuert werden.

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