Vertraulicher Bericht
Leuna-Privatisierung kostete den Steuerzahler 2,3 Mrd. DM

Die Privatisierung der ostdeutschen Leuna-Raffinerie und des DDR-Tankstellennetzes Minol hat Bund und Steuerzahler rund 2,3 Milliarden Mark gekostet.

afp BERLIN. Dieser Betrag ergibt sich aus einem vertraulichen Bericht der Treuhand-Nachfolgebehörde BvS an den Parteispenden-Untersuchungsausschuss des Bundestages, der die Umstände des Leuna/Minol-Verkaufs an den französischen Konzern Elf Aquitaine zum Gegenstand hat, schreibt die "Berliner Zeitung" (Montagsausgabe).

Der Bericht enthält zwar keine Hinweise auf die vom Spenden-Untersuchungsauschuss des Bundestages vermuteten Schmiergeldzahlungen an deutsche Politiker. Dafür listet er aber erstmals und detalliert den Umfang der finanziellen Verpflichtungen auf, die die deutsche Seite in Verträgen und Vereinbarungen mit dem Elf-Konzern eingegangen ist, schreibt die Zeitung.

Elf hatte Leuna/Minol 1992 zu einem später auf 550 Mill. DM festgelegten Kaufpreis erworben; Treuhand, BvS und das Land Sachsen-Anhalt wandten in den Folgejahren mehr als 2,8 Mrd. DM auf, um das Privatisierungsprojekt zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

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