Vertreter von 19 Ländern wollen für den UN-Milleniums-Gipfel im September gemeinsame Positionen abstimmen
Lateinamerikanische Regierungschefs treffen sich zu Gipfel in Kolumbien

dpa CARTAGENA DE LAS INDIAS. Das 14. Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Rio-Gruppe hat am Freitag seine Arbeit in der kolumbianischen Stadt Cartagena de las Indias aufgenommen. Die Vertreter 19 lateinamerikanischer Länder mit zusammen etwa 500 Mill. Einwohnern wollen für den Milleniums-Gipfel der Vereinten Nationen im September in New York gemeinsame Positionen abstimmen. Außerdem sollten eine Reihe regionaler Fragen der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung und der Bekämpfung des illegalen Handels mit Drogen und Waffen behandelt werden.

Der 14. Gipfel der Rio-Gruppe war am Donnerstagabend vom amtierenden Leiter der Staatengruppe, Mexikos Präsidenten Ernesto Zedillo, eröffnet worden. Er übergab das Amt an Kolumbiens Präsident Andres Pastrana. Zedillo betonte die Notwendigkeit, in den Mitgliedsländern das Recht der Bürger auf Bildung, Arbeit, Gesundheit, Meinungsfreiheit und demokratische Beteiligung sicher zu stellen.

Dafür bedürfe es einer gesunden Wirtschaft und einer starken Demokratie. Lateinamerika müsse deshalb die Finanzkrise überwinden. In einigen Ländern seien auch die demokratischen Institutionen in eine Krise geraten, sagte Zedillo. Er spielte damit auf die umstrittene Präsidentenwahl in Peru sowie die Lage in Venezuela nach den verschobenen Wahlen und zwei versuchte Staatsstreiche seit Jahresbeginn in Ecuador und Paraguay an.

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