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Vertriebene sollen nach Darfur zurückkehren

Die sudanesische Regierung ist bereit, die Rückkehr von 1,27 Mill. Vertriebenen aus der Darfur-Region zu unterstützen. Es handele sich ausschließlich um freiwillige Rückkehrer, sagte der Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Brunson Mckinley, in Genf.

dpa GENF. Die sudanesische Regierung ist bereit, die Rückkehr von 1,27 Mill. Vertriebenen aus der Darfur-Region zu unterstützen. Es handele sich ausschließlich um freiwillige Rückkehrer, sagte der Generaldirektor der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Brunson Mckinley, in Genf.

Die IOM gehört den Vereinten Nationen (UN) nicht direkt an, arbeitet aber eng mit ihnen zusammen. Ihre Vertreter sowie die Regierung Sudans haben am Samstag ein entsprechendes Abkommen in der sudanesischen Hauptstadt Khartum unterzeichnet.

Die Darfur-Rebellenorganisationen Sudanesische Befreiungsbewegung (SLM) und Bewegung für Gerechtigkeit und Gleichheit (JEM) unterzeichneten das Dokument jedoch nicht. Er habe keine Gelegenheit gehabt, mit ihnen Kontakt aufzunehmen, sagte Mckinley. Die IOM soll die Heimkehrer begleiten.

Mckinley rechnete damit, dass die Rückkehr der Vertriebenen in ihre Dörfer Anfang 2005 beginnen kann. Zuvor müsse die Sicherheit durch die Regierung gewährleistet werden. Ein erster Test dafür sei die Frage, ob die Regierung die Dschandschawid-Milizen unter Kontrolle bringen könne. Der UN-Sicherheitsrat hatte für die Entwaffnung der Reitermilizen ein Ultimatum bis zum 30. August gestellt. Die Heimkehr der mehr als eine Million Menschen sei eine langfristige Arbeit von vielleicht fünf bis zehn Jahren, sagte Mckinley weiter.

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