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Vertriebenen-Präsidentin kritisiert Schröders Entschädigungsabsage

Düsseldorf (dpa) - Mit scharfer Kritik haben die Vertriebenen auf die Warschauer Rede von Bundeskanzler Gerhard Schröder reagiert, in der er allen Entschädigungsforderungen deutscher Vertriebener an Polen eine Absage erteilt hatte.

Düsseldorf (dpa) - Mit scharfer Kritik haben die Vertriebenen auf die Warschauer Rede von Bundeskanzler Gerhard Schröder reagiert, in der er allen Entschädigungsforderungen deutscher Vertriebener an Polen eine Absage erteilt hatte.

Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, sagte der «Rheinischen Post» (Montag): «Dass der Kanzler sich entlasten will auf dem Rücken der eigenen Landsleute, deren Vertreter nach außen er ist, das halte ich nicht für anständig.» Seine Äußerungen seien zudem halbherzig: Wenn er den Polen wirklich ihre Ängste vor Entschädigungsforderungen hätte nehmen wollen, hätte er anbieten müssen, dass die Bundesrepublik sie selbst bezahle.

Positiv äußerte sich Steinbach zu Schröders historischen Bekenntnissen in Warschau. Der Kanzler habe gute Worte gefunden zur Würdigung des Warschauer Aufstandes von 1944, sagte sie.

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