Vertriebskooperation geschlossen
Adva steigt mit Fujitsu in den US-Markt ein

Der Telekom-Ausrüster Adva Optical Networking steigt über eine Vertriebskooperation mit der Fujitsu Network Communications in den nordamerikanischen Netzbetreiber-Markt ein und erhofft sich dadurch ein kräftiges Umsatzplus. Die Tochter des japanischen Fujitsu-Konzerns werde zwei von vier Adva-Produkten als Komplettlösungen für optische Netzwerke an Netzbetreiber in Nordamerika vermarkten, teilte das im Nemax50-Index des Neuen Marktes gelistete Unternehmen am Mittwoch mit.

reuters MÜNCHEN. Bisher sei Adva in den USA mit seinen Glasfaser-Lösungen nur im Firmenkundengeschäft aktiv gewesen, sagte Vorstandschef Brian Protiva der Nachrichtenagentur Reuters. Erste Umsatz- und Gewinnimpulse der Vereinbarung würden schon 2002 spürbar. "2003 rechnen wir dann mit einem erheblichen Wachstum", sagte Protiva ohne konkreter zu werden. Die Adva-Aktien legten am Mittwoch 5,6 Prozent auf 3,57 Euro zu.

"Fujitsu Network ist der beste Parter, den wir in den USA haben könnten", sagte Protiva weiter. Die Fujitsu-Tochter sei Marktführer auf dem Gebiet der stadtweiten Netzwerke und unterhalte langjährige Beziehungen zu allen bedeutenden Netzwerkbetreibern in Nordamerika. Fujitsu Network werde die Adva-Produkte FSP 500 und FSP 3000 für Stadtnetze als Ergänzung zu den eigenen Produkten anbieten. Die beiden Produkte machten mehr als die Hälfte des Adva-Umsatzes aus. Fujitsu Network übernehme außerdem die in den USA notwendige Zertifizierung für Adva-Lösungen, die das Unternehmen sonst fünf Millionen Dollar gekostet hätten.

Bisher habe Adva mit Firmenkunden rund 20 bis 25 Prozent des Konzernumsatzes in Nordamerika erwirtschaftet. Durch die Vertriebsvereinbarung solle diese Rate bis 2004 auf über 40 Prozent steigen, sagte Protiva.

Protiva wiederholte die Erwartung, im laufenden Jahr ein ausgeglichenes Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) auf proforma Basis erzielen zu können. Ohne Sonderfaktoren war der operative Verlust im vergangenen Jahr auf 5,6 (Vorjahr: 8,7) Millionen Euro gesunken. Der Umsatz werde 2002 voraussichtlich nur mäßig auf 92 bis 96 (90) Millionen Euro steigen. Adva habe aber vor allem seine Kostenbasis verbessert, sagte der Vorstands-Chef. Der Umsatz im ersten Quartal liege wie angekündigt zwischen 20 und 25 (18,1) Millionen Euro. Genaue Zahlen für das erste Vierteljahr will Adva erst im Mai bekannt geben.

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