Vertriebsleiter rechnet mit Stabilisierung
Intel in Europa trotz Gewinneinbruch optimistisch

Der weltgrößte Chiphersteller Intel ist trotz eines Umsatz- und Gewinneinbruchs auch in Europa für den Rest des Jahres optimistisch gestimmt.

dpa MÜNCHEN. "Zwar ist die Unsicherheit in der Branche weiterhin relativ groß", sagte Eckart Baum, Intel - Vertriebsleiter Zentraleuropa, am Mittwoch in München. Im März sei der Trend aber bereits deutlich positiver gewesen. Gerade bei Unternehmen gebe es angesichts der Investitionszurückhaltung in den letzten Monaten einen gewissen Nachholeffekt. Daher rechne er im für Intel wichtigen PC-Markt mit einer Stabilisierung.

Im ersten Quartal habe sich das Geschäft in Deutschland und Europa etwa wie im Konzern weltweit entwickelt, sagte Baum. Intel hatte von einem Umsatzrückgang im ersten Quartal um 16 % auf 6,7 Mrd. $ und einem Gewinneinbruch um 82 % auf 485 Mill. $ (1,1 Mrd. DM/550 Mill. Euro) berichtet.

Es gebe Anzeichen, dass sich Europa und Deutschland von der schwachen Konjunktur in den USA in diesem Jahr etwas abkoppeln könnten. Zum einen verzeichne man derzeit ein Ende des Abschreibungszyklus, sagte Baum. Auch die Umstellung auf den Euro könne zu einer Sondernachfrage führen. Eher skeptisch ist Baum für den Kommunikationssektor. Bei Handys gebe es noch immer hohe Lagerbestände. Eine Erholung sei hier erst im späten zweiten Halbjahr zu erwarten. Trotz der jüngsten Einbußen seien Entlassungen in Deutschland und Europa nicht geplant, betonte Baum. Es könne aber sein, dass freie Stellen erst einmal nicht mehr neu besetzt würden.

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