Vertuschungsmanöver werden öffentlich
Von einem Unfall keine Spur

Die Doping-Affäre um die griechischen Sprint-Stars wird immer skurriler: Im Zuge der Ermittlungen kommt nun auch noch ein Skandal im Skandal ans Tageslicht. Im Mittelpunkt: Die Ärzte des behandelnden Krankenhauses von Kenteris und Thanou.

HB ATHEN. Was bisher nur vermutet wurde, erhält immer mehr Beweiskraft: Der Doping-Skandal um die beiden von den Athen-Spielen ausgeschlossenen griechischen Spitzen-Athleten sowie ihres Trainers Christos Tzekos sollte mit krimineller Energie vertuscht werden. So haben Experten der griechischen Polizei in der Athener Vorstadt Glyfada keine Spuren des angeblichen Motorrad-Unfalls der beiden Test-Verweigerer Kenteris und Thanou entdeckt. Dies ergibt sich aus einem Sachverständigenbericht, der am Donnerstag der Staatsanwaltschaft in Athen vorgelegt worden ist.

Insgesamt wird immer deutlicher, dass die beiden gefallenen Sporthelden nach der Verweigerung einer Dopingprobe vor acht Tagen einen Unfall vorgetäuscht und sich ohne ernsthafte Blessuren unter wesentlicher Mithilfe in ein Krankenhaus geflüchtet haben.

Nach einem Bericht der Zeitung "TO WIMA" haben die Sachverständigen am angeblichen Unfallort "nur eines von insgesamt fünf Merkmalen" eines Unfalls festgestellt. Dabei handelt es sich um einige Beulen am Motorrad, die in jüngster Zeit entstanden sein könnten. Dagegen gebe es keine Brems- oder Rutschspuren auf der Fahrbahn und keine Splitter, die noch Tage nach einem Unfall zu finden sein müssten. Aus diesem Grund wird der Unfall in dem Polizeibericht lediglich als "der gemeldete" Unfall bezeichnet.

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