Verunsicherung vor Intel-Ausblick
Neue Tiefstände am Neuen Markt

Angesichts einer wieder deutlich spürbaren Verunsicherung der Anleger hat der Neue Markt am Donnerstag Händlern zufolge nach anfänglicher Erholung ins Minus gedreht und neue Tiefstände markiert.

dpa-afx/rtr FRANKFURT. "Der freundliche Microsoft-Ausblick hat nicht lange gehalten", sagte ein Händler. Vielmehr befürchte der Markt nun einen negativen Ausblick des weltgrößten Chip-Herstellers Intel. Das US-Unternehmen will am Abend nach US-Börsenschluss den bisherigen Verlauf des dritten Quartals kommentieren und einen Ausblick geben. "Das wird den Markt bewegen.

Intel steht stellvertretend für die weltweite Chip-Branche", sagte ein Händler. Am Morgen hatte noch die bekräftigte Umsatz- und Ergebnisprognose des weltweit größten Chipherstellers Microsoft die Kurse am Neuen Markt kurzzeitig beflügelt.

Der alle Werte des Segmentes umfassende Nemax-All-Share-Index fiel am Vormittag auf ein neues Jahrestief von 1 011 Punkten. Der Auswahlindex Nemax 50 markierte bei 974 Zählern ein neues Rekordtief. Bereits am Vortag waren die beiden Indizes auf Tiefstände gefallen.

Bohn wird Nachfolger von Lejeune

Der Chipbroker ce Consumer Electronic löste das Rätsel um das unerwartete Ausscheiden von Peter Bohn als ACG-Vorstandschefs im Juli. Bohn wird Nachfolger von Erich Lejeune, dem derzeitigen Vorstandschef von ce Consumer. Der überraschende Rücktritt Bohns hatte zu Spekulationen und zu einem Kurssturz beim ce-Konkurrenten ACG geführt.

Die Aktien des Münchner Chiphändlers stiegen um 3,82 Prozent auf 5,98 Euro. ACG-Papiere notierten mit einem Plus von 2,00 Prozent auf 5,10 Euro nach einem Verlust von über 6 Prozent am Vortag.



Anhaltender Kursanstieg bei Mobilcom

Der anhaltende Kursanstieg der Mobilcom AG basiert nach Händlermeinung auf Aktienkäufe des Unternehmens. "Beweisen kann man zwar nichts, aber es gehen Gerüchte um, das Mobilcom-Management würde Aktien zurückkaufen", sagte ein Händler einer Großbank. Damit wolle das Unternehmen seine Aktien für mögliche Übernahmen verteuern. "Das ist schon merkwürdig: Der ganze Telekom-Sektor gibt ab, nur Mobilcom steigt". Nachdem sich die Aktien seit Ende Juli fast verdoppelt hatten, gewannen die Papiere weitere 0,42 Prozent auf 19,28 Euro.

Die Aktien der Update.com Software AG stiegen mit 360 gehandelten Papieren um 19,01 Prozent auf 1,44 Euro. Das österreichische Softwareunternehmen meldete am Vortag, mit der luxemburgischen WestLB einen Kunden gefunden zu haben.

Die Update-Aktien waren im April des vergangenen Jahres im Börsenhoch zu 23 Euro ausgegeben worden. Nach Gewinnwarnungen und einer Umstrukturierung im Juli diesen Jahres war das Papier zum Penny-Stock geworden.

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