Verurteilte sollen mindestens 60 Kinder entführt haben
Erneut vier Menschen in China hingerichtet

In der südwestchinesischen Provinz Guizhou sind nach staatlichen Medien vier Kriminelle hingerichtet worden.

afp PEKING. Die zwei Männer und zwei Frauen waren wegen der Entführung von mindestens 60 Kindern zwischen 1995 und 1999 verurteilt worden, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag meldete. Kurz nach der Urteilsverkündung am Freitag sie vier durch Kopfschüsse getötet worden. Die entführten Kinder sollen Xinhua zufolge in der südöstlichen Provinz Guangdong an lokale Bauern verkauft worden sein, die männlichen Nachwuchs für ihre Höfe suchten.

China hat laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty international (ai) seit Anfang April knapp 1800 Menschen wegen der verschiedensten Verbrechen oder Vergehen hingerichtet. Dies sind mehr Hinrichtungen als im gesamten Rest der Welt zusammengenommen in den vergangenen drei Jahren. Die tatsächliche Zahl der Häftlinge, an denen in China die Todesstrafe vollstreckt wurde, liegt nach Amnesty-Erkenntnissen jedoch noch deutlich höher. Nur über einen Bruchteil der Todesurteile und Hinrichtungen werde auch in den chinesischen Medien berichtet. Statistiken über Hinrichtungen blieben Staatsgeheimnis.

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