Verwertung des Pfandrechts
Banken greifen nach Formel-1-Beteiligung

Die Gläubigerbanken der Formel 1 Beteiligungs GmbH haben nach Angaben der EM.TV AG vorbereitende Schritte zur Ausübung eines Pfandrechts unternommen, die das Eigenkapital der am Neuen Markt gelisteten Mediengesellschaft um mehr als 40 Prozent verringern könnte.

Reuters FRANKFURT. Die so genannten Formel-1-Banken BayernLB, JP Morgan und Lehman hätten EM.TV formell mitgeteilt, dass die Formel 1 Beteiligungs GmbH in Zahlungsrückstand geraten sei und damit die Voraussetzung für eine Verwertung des Pfandrechts gegeben sei, das auch eine 16,7-prozentige Beteiligung von EM.TV an der Rennsportserie betrifft, teilte EM.TV am Mittwoch in einer Pflichtveröffentlichung mit. Das Pfandrecht sei aber noch nicht ausgeübt worden. "EM.TV bestreitet die Verpfändung und wird sich gegen eine Vollstreckung, aus welchem Rechtsgrund auch immer, juristisch wehren", erklärte EM.TV.

Eine Vollabschreibung der Beteiligung an der Formel 1, die bei EM.TV mit 204 Millionen Euro in den Büchern steht, könne allerdings nicht ausgeschlossen werden, teilte die Gesellschaft weiter mit. Dann würde sich das Eigenkapital von 485,3 Millionen Euro (per 30. September) um diesen Betrag verringern. Die Liquidität bliebe durch diesen Vorgang unberührt.

EM.TV ist zusammen mit der Formel 1 Beteiligungs GmbH, die zum führeren Medienimperium des Unternehmers Leo Kirch gehörte, an der Rennsportserie beteiligt. Kirch hatte allerdings mit dem Wissen des früheren EM.TV-Vorstandchefs Thomas Haffa die Beteiligung EM.TVs zusammen mit ihren übrigen Anteilen an der Formel 1 den drei Banken als Pfand für einen Kredit gegeben. Der neue EM.TV-Vorstandschef Werner Klatten hatte ein juristisches Vorgehen gegen das Pfandrecht bereits angekündigt.

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