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Verwirrung über Schicksal von Afghanen-Führer Massud

dpa PARIS. Über das Schicksal des afghanischen Milizenführers Ahmed Schah Massud bestand auch am Dienstag weiterhin Unklarheit. Von westlichen Diplomaten in Paris hieß es übereinstimmend, Massud sei bei dem gegen ihn gerichteten Attentat ums Leben gekommen. Dem widersprach die afghanische Botschaft in Paris, die weiter daran festhielt, Massud habe überlebt, sei aber schwer verletzt. Er sei nach Duschanbe, der tadschikischen Hauptstadt, gebracht worden.

Gegen Massud war am vergangenen Sonntag ein Anschlag verübt worden. "Die Explosion war sehr stark, und Kommandant Massud ist tot", hieß es aus dem Umfeld westlicher Diplomaten. Nach diesen Quellen hält die Umgebung von Massud die Informationen über seinen Tod noch zurück, um sich gegen eine Offensive der Taliban im Nordosten Afghanistans zu wappnen.

Die Anhänger Massuds, einer der Symbolfiguren des Widerstands gegen die radikalislamische Taliban, kontrollieren etwas zehn Prozent des Landes.

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