Verzicht auf neues Werk
Chrysler legt Kanada-Pläne zu den Akten

Der US-Autobauer Chrysler hat wegen der schwachen Autokonjunktur seine Pläne aufgegeben, jenseits der kanadischen Grenze ein neues Werk für den geplanten Kleintransporter M80 zu bauen.

Reuters DETROIT. "Der Zustand des Automarktes stellt eine beträchtliche Hürde vor allem für ein neues, kleines Einsteigermodell dar, wie wir es erwogen hatten", begründete Dieter Zetsche, der Chef der Daimler-Chrysler-Tochter, am Mittwochabend in Detroit den Verzicht auf das neue Werk im nahen Windsor in der kanadischen Provinz Ontario. Der M80 sollte gegen ältere Pickup-Modelle von Ford, GM und von Toyota positioniert werden.

Die Aussicht auf das neue Werk hatte im vergangenen Herbst maßgeblich zum Ende eines Streiks von Chrysler-Arbeitern in Kanada beigetragen, nachdem Chrysler dort die Schließung eines älteren Werks angekündigt hatte. "Der Preiswettbewerb, die anhaltenden Rabatte und die wachsenden Überkapazitäten in Nordamerika haben uns zu dem Schluss geführt, dass das nicht die richtige Zeit für den Aufbau neuer Kapazitäten ist", sagte Zetsche. In Kreisen der kanadischen Autoarbeiter-Gewerkschaft CAW wurde die Entscheidung mit Verärgerung aufgenommen.

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