Verzicht auf Sperre
Nur Geldstrafe für "Simulant" Rivaldo

Brasiliens Starspieler Rivaldo ist vom Fußball-Weltverband Fifa wegen Simulation mit einer Geldbuße von 10 000 Schweizer Franken (6 800 Euro) belegt worden. Das entschied die Disziplinarkommission der Fifa am Mittwoch in Seoul.

HB sid/rtr/dpa SEOUL. Das Gremium verzichtete nach Studium der Videoaufzeichnung des WM-Spiels Brasilien - Türkei (2:1) auf eine Sperre.

Rivaldo war theatralisch zu Boden gegangen, nachdem ihm der Türke Hakan Ünsal vor einer Ecke den Ball an den Oberschenkel geschossen hatte. Hakan Ünsal war daraufhin von Referee Yung Joo Kim (Südkorea) des Feldes verwiesen worden.

Rivaldo ist damit der erste Spieler der WM-Endrunde, der nach den neuen FIFA-Regeln wegen Simulation bestraft wird. Bei dem Turnier in Japan und Südkorea müssen Spieler erstmals für regelwidriges Verhalten zahlen. Ein Platzverweis kostet ebenso wie eine "Schwalbe" rund 1400 Euro. Die FIFA hatte vergangene Woche angekündigt, dass der Disziplinarausschuss während der WM alle Entscheidungen zu Gelben und Roten Karten am Tag nach den betreffenden Spielen überprüfen werde. Damit solle verhindert werden, dass Spieler zu Unrecht bestraft würden.

In Brasiliens WM-Quartier reagierte Rivaldo, der beim FC Barcelona 6,39 Mill. Euro pro Jahr verdient, mit Gleichgültigkeit und Trotz auf die Strafe: "Ich bedaure nichts, was ich getan habe. Ich weiß noch nicht einmal, wofür ich bestraft werden sollte. Ich habe mir deswegen auch keine Sorgen gemacht, dass ich gesperrt werden könnte, schließ´lich bin ich gefoult worden. Im Fußball muss man eben manchmal clever sein."

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