Verzögerte Ablieferung kostet Werft täglich 105 000 € Konventionalstrafe
Millonäre bleiben auf Kreuzfahrt unter sich

Nach mehrmaligem Aufschub soll das nur für Millionäre erschwingliche Kreuzfahrtschiff «World of Residensea» am Wochenende zu seiner Jungfernfahrt aufbrechen.

dpa OSLO. Norwegische Zeitungen berichteten am Freitag in Oslo, der neue Termin sei durch die Einigung zwischen der Klosters-Reederei und der Fosen-Werft in Trondheim über die Kostenverteilung durch zweieinhalb Monate Bauverzögerung gesichert.

Reedereisprecher Bryn Freberg bestätigte die formelle Übergabe des 200 Meter langen Schiffes am Freitag, wollte sich aber nicht auf ein Datum für die Abreise aus Trondheim Richtung Oslo und Hamburg festlegen. Den Presseberichten zufolge können die betuchten Passagiere wahrscheinlich erstmals zu Ostern in Oslo an Bord gehen.

Das Kreuzfahrtschiff besteht aus 110 Eigentums-Apartments zu Preisen zwischen 2 und 6,8 Mill. US-$ (2,3 bis 7,8 Mill. Euro) sowie 80 Luxussuiten zur Miete. Unter den bisher über 80 Käufern sind fünf Deutsche.

Die «World of Residensea» soll neben konventionellen Kreuzfahrtzielen vor allem Großereignisse für «erlesene Geschmäcker» wie die British Open für Golfer in Schottland, das Formel-1-Rennen in Monte Carlo, den Karneval in Rio oder die Filmfestspiele in Cannes ansteuern.

In der Osler Wirtschaftspresse hieß es am Freitag, die Werft müsse für jeden Tag verspäteter Ablieferung seit dem 28. Dezember letzten Jahres eine Konventionalstrafe von bis zu 810 000 Kronen (105 000 Euro) zahlen. Weder Werft noch Reederei wollten dazu Stellung beziehen. Der Bau des Schiffes kostet die Reederei 2,4 Mrd. Kronen.

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