Verzögerungen bei der Abrechnung
Vossloh startet schwach ins Jahr

Vossloh hat im ersten Quartal einen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis verzeichnet.

Reuters/dpa WERDOHL. Die Vossloh-Gruppe will sich künftig ganz auf die Kernsparte Eisenbahn & Verkehr konzentrieren und weitere Firmen zukaufen. Mittel für die Expansion sollen aus der Lichtsparte kommen, von der sich Vossloh trennen wolle, kündigte Vorstandschef Burkhardt Schuchmann am Mittwoch bei der Bilanzvorlage an. Gegenwärtig würden mit mehreren Interessenten Verkaufsverhandlungen geführt. Die Sparte erzielte 2001 rund ein Drittel des Umsatzes von 903 Millionen Euro und beschäftigte 1450 Menschen.

Der Umsatz sei im Jahresvergleich von 203,9 auf 198,9 Millionen Euro gesunken, teilte Vossloh am Mittwoch mit. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ging deutlich von 16,4 auf 11,1 Millionen Euro zurück. 2001 waren darin Firmenwertabschreibungen in Höhe von 1,2 Millionen Euro enthalten. Der Konzernüberschuss je Aktie sank von 0,43 auf 0,14 Euro.

Trotz des schwachen ersten Quartals hält Vossloh an einer deutlichen Ergebnissteigerung für das Gesamtjahr fest. Für 2002 verspricht der Konzern eine Umsatzsteigerung von 903 auf 915 Millionen Euro und eine Ebit-Steigerung von 60 auf 74 Millionen Euro. Der Überschuss soll sogar um 45 Prozent auf etwa 25 Millionen Euro ansteigen.

In der Sparte Eisenbahn und Verkehr erwirtschaftete der Konzern im ersten Quartal bei einem Umsatz von 134,9 (133,8) Millionen Euro ein Ebit von 9,3 (11,0) Millionen Euro. Vossloh begründete den Rückgang mit Verzögerungen bei der Abrechnung von größeren Projekten.

In der zum Verkauf stehenden Sparte Lichttechnik wurden 63,8 (70,0) Millionen Euro umgesetzt und ein Ebit von 4,3 Millionen Euro erzielt. Diese konjunkturabhängige Sparte habe sich damit angesichts des rezessiven Marktumfeldes noch planmäßig entwickelt, hieß es.

Vossloh AG hat unterdessen einen Bericht aus Tokio dementiert, wonach ihre Tochtergesellschaft Vossloh Elektro GmbH zu 100 Prozent von der Matsushita Electric Works Ltd übernommen werden soll. Ob Matsushita überhaupt zu den Gesprächspartnern gehört, wurde vom Vorstand nicht kommentiert. Der Vorstand hofft jedoch, den geplanten Verkauf der Lichttechnik-Sparte noch im Sommer 2002 abschließen zu können.

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