Verzögerungen im Gerichtsverfahren
Banken stehen weiter zu ABB

Die Banken stehen nach Angaben aus Finanzkreisen trotz der Verzögerungen im Gerichtsverfahren für den Asbest-Vergleich in den USA weiter hinter dem hoch verschuldeten Elektrotechnikkonzern ABB.

Reuters ZÜRICH. "Das ist ein Gerichtsverfahren und Gerichtsverfahren sind immer schwierig vorhersehbar und die Leute wissen das. Was wichtig ist, ist dass die allgemeine Richtung stimmt," hiess es in Bankenkreisen.

In Industriekreisen hiess es weiter, die Banken seien über die Entwicklung vollständig informiert. Sie hätten erkennen lassen, dass sie mit dem Fortschritt bei der Asbest-Problematik zufrieden seien. Die Banken hätten allerdings darauf hingewiesen, dass ABB beim Zeitplan ursprünglich wohl zu optimistisch gewesen sei, hiess es in den Branchenkreisen weiter.

"Die Verzögerungen sind bedauerlich, aber wir gehen davon aus, dass ABB schliesslich ans Ziel kommt," sagte eine andere mit der Situation vertraute Quelle. Das Urteil über den Asbestvergleich im Volumen von 1,3 Mrd. Dollar wird nun nicht vor Ende Juni erwartet. Es folgt dann noch eine Einsprachsfrist von 30 Tagen. Danach wird ein weiterer Richter den Vergleichsvertrag noch einmal beurteilen.

Der Asbest-Vergleich ist mit dem Verkauf der ABB-Division Öl, Gas und Petrochemie verknüpft, zu dem sich ABB im Rahmen einer Kreditvereinbarung mit den Banken verpflichtet. Mit dem Verkauf, der gemäss Analysten rund 1,8 Mill. Dollar bringen könnte, will ABB die Verschuldung abbauen. ABB hatte im vergangenen Jahr von 20 Banken, darunter den Lead-Banken Barclays, Citigroup, Credit Suisse First Boston und HVB, einen Kredit über 1,5 Mrd. Dollar erhalten.

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