Vetragsverlängerung in Aussicht
Scolari hat die Fäden in der Hand

Er kam als Weltmeister des Bruderlandes Brasilien nach Portugal. Hier brachte ihm sein strenger und gradliniger Führungstil ihm nicht immer Symphatien ein. Doch der Erfolg gibt Luis Felipe Scolari recht.

LISSABON. Luis Felipe Scolari hat Portugals Fußball-Gemeinde fest im Griff. Der Weltmeister-Trainer geht dickköpfig seinen Weg und nimmt dabei auch auf große Namen keine Rücksicht. Bei der Europameisterschaft dirigiert er die Gastgeber mit der gleichen harten Hand wie zuvor seine Landsleute. In Brasilien ignorierte Scolari die öffentliche Meinung, gab sogar dem damaligen Staatspräsidenten Fernando Cardoso einen Korb und warf den alternden Star Romario aus dem Kader für die Weltmeisterschaft 2002 in Fernost. Dort holte der 55-jährige Fußball-Lehrer mit der "Selecao" durch einen 2:0-Endspielsieg über Deutschland den fünften Titel für Brasilien und wird seither als "General Filipao" verehrt.

Als er ein halbes Jahr später nach Portugal kam, wurde Scolari nicht mit offenen Armen empfangen. Die ersten Resultate waren dürftig, die personellen Entscheidungen des schon in Brasilien als Sturkopf bekannten Trainers sorgten für Empörung. Den langjährigen Torwarthelden Vitor Baia, der kürzlich mit dem FC Porto die Champions League gewann, ersetzte er durch Ricardo von Sporting Lissabon. Der dankte es ihm: Erst als Elfmeter-Töter und dann als entscheidender Schütze wurde er im Viertelfinal-Elfmeterkrimi gegen England zum Nationalhelden.

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