VfB hofft auch auf Heimschwäche des Tabellenzweiten der Premier League: Das wiedergefundene Lachen

VfB hofft auch auf Heimschwäche des Tabellenzweiten der Premier League
Das wiedergefundene Lachen

Die Stuttgarter sind sich nach dem Sieg in Dortmund sicher, dass sie das Champions-League-Spiel in Chelsea gewinnen.

STUTTGART. Tausende Fußballanhänger werden heute trotz winterlicher Temperaturen auf dem Marktplatz in Stuttgart vor der 40 Quadratmeter großen Leinwand erwartet. Die Kneipen mit "Premiere"-Anschluss sind ausgebucht, wenn der Auftritt des VfB Stuttgart im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Chelsea übertragen wird. Für zehn Euro gibt es am Marktplatz eine Bratwurst, ein Getränk und ein T-Shirt mit Aufdruck, der die Stimmung der Stuttgarter Fans und des kickenden Personals widerspiegelt. "Die Nacht der Entscheidung" steht auf den bunten Sonderanfertigungen. Die in der Champions League nicht spielberechtigten Profis Marco Streller und Hakan Yakin stehen im fünfstündigen Programm auf der Bühne als Interviewpartner zur Verfügung. Und hoffen wie die Fans, dass der VfB das 0:1 aus dem Hinspiel durch Fernando Meiras Eigentor noch aufholt.

Mit viel Zuversicht standen die Stuttgarter Profis am Flughafen und stiegen um 13 Uhr in die Maschine des Sonderfluges DE 9132. Der 2:0-Sieg bei Borussia Dortmund am Sonnabend war der letzte öffentliche Beweis des Stimmungswandels der zuvor schwächelnden Schwaben. "Wir fahren jetzt mit großem Selbstvertrauen nach London. Wir schaffen es, wir kommen weiter", kündigt Torwart Timo Hildebrand an. "Der Sieg in Dortmund hat uns sehr geholfen. Jetzt fahren wir selbstsicherer nach England" sagt Trainer Felix Magath. Und Streller bringt die Stimmung im Kader des VfB so auf den Punkt: "Die Jungs werden am Dienstag in Chelsea gewinnen und weiterkommen. Uns hat nur ein Erfolgserlebnis wie dieses gefehlt."

Der große Wendepunkt liegt genau eine Woche zurück. Da trafen sich die Stuttgarter Spieler ohne ihren Trainer Felix Magath zum Abendessen und Krisengespräch. In einem italienischen Restaurant unweit des Gottlieb-Daimler-Stadions "wurde Klartext geredet, wir haben offen über die Probleme geredet, jeder hat den Mund aufgemacht", berichtet Kapitän Zvonimir Soldo, der trotz einer Sehnenreizung im Knie in London wohl auflaufen wird. "Wir haben uns noch einmal unsere Ziele vor Augen gehalten. Wir hatten eine schlechte Phase, aber keine Krise." Wie verzweifelte Prediger hatten sie nach nur einem Sieg in zwölf Spielen gegen die Krisengerüchte angeredet. "Ich behaupte mal, keine andere Bundesligamannschaft hat einen solchen Zusammenhalt wie wir", sagt Hildebrand. Dass es in der Mannschaft zuletzt nicht "gestimmt habe", sei Unsinn.

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