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VfB im Schongang mit 4:0 in die Gruppenphase

Der VfB Stuttgart hat das Schaulaufen gegen Ujpest Budapest auch ohne künstlerische Bestnoten mit 4:0 (1:0) gewonnen und den Einzug in die Mill. versprechende Gruppenphase des Uefa-Pokals perfekt gemacht.

dpa STUTTGART. Der VfB Stuttgart hat das Schaulaufen gegen Ujpest Budapest auch ohne künstlerische Bestnoten mit 4:0 (1:0) gewonnen und den Einzug in die Mill. versprechende Gruppenphase des Uefa-Pokals perfekt gemacht.

Das Schützenfest gegen die heillos überforderten Fußballer aus Ungarn, die schon das Hinspiel daheim mit 1:3 verloren hatten, leitete der zuletzt formschwache Andreas Hinkel in der 14. Minute ein. Cacau (57./62.) und Horst Heldt per Foulelfmeter (59.), nachdem Kapitän Karoly Erös den Stuttgarter Alexander Hleb umgerissen hatte, machten den zehnten Sieg in Serie für die in dieser Saison noch ungeschlagenen Schwaben perfekt.

"Jetzt haben wir einen kleinen Meilenstein gelegt", sagte VfB - Trainer Matthias Sammer mit Blick auf die am 21. Oktober beginnende Gruppenphase, die am 5. Oktober ausgelost wird. "Wir wollten zu null spielen und gewinnen. Das ist uns beides gelungen - teilweise sogar mit starken Aktionen." Stürmer Cacau meinte: "Ich habe Gott zu danken, dass es bei mir so gut läuft." Der zum ersten Mal in dieser Saison erfolgreiche Hinkel sagte: "Wir haben Selbstvertrauen und sind gut drauf. Bei mir klappt es international immer besonders gut."

Vor 23 000 Zuschauern im Stuttgarter Daimler-Stadion war der Bundesliga-Spitzenreiter dem 20-maligen ungarischen Meister in allen Belangen meilenweit überlegen. Dennoch dachten die Fans wehmütig an die vergangene Saison, als der VfB in der Champions League für Furore gesorgt hatte. Doch die ohne die Dauerverletzten Fernando Meira, Marco Streller, Boris Zivkovic, Kevin Kuranyi und auch Hakan Yakin angetretenen Stuttgarter bewiesen ihrem Trainer, dass sie auch im Uefa-Cup Hunger auf mehr haben. "Wir haben noch nichts erreicht. Jetzt wird es sich zeigen, ob uns das viele Lob ausreicht - oder ob wir Hunger auf mehr haben", hatte der Coach vor der Partie gesagt.

"Wir spielen gut, müssen unsere Chancen aber auch nutzen", sagte der im Hinspiel schwer verletzte Kevin Kuranyi zur Halbzeit. Eine Ausnahme hatte nur der zuletzt heftig kritisierte Hinkel gemacht, der sich mit dem 1:0 den Frust von der Seele zu schießen schien. Nach prächtiger Einzelleistung wurde sein Distanzschuss abgefälscht und damit unhaltbar für den Budapester Schlussmann Geza Vlaszak, der in der 29. Minute eine sehenswerte Kombination über Philipp Lahm, Hleb und Cacau glänzend entschärfte.

Der Brasilianer Cacau war auch in Halbzeit zwei einer der lebhaftesten Stuttgarter. Doch manches Mal fehlte ihm das Auge für den Mitspieler, was ihm dank zweier Treffer (57./62) aber nachgesehen wurde. Das dritte Tor erzielte Heldt (59.) per Foulelfmeter. Den einzigen Schuss auf sein Tor musste Timo Hildebrand in der 78. Minute parieren - Mühe machte ihm Peter Simeks Schuss freilich nicht.

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