VfB in Bestbesetzung nach Glasgow
„Junge Wilde“ ohne Angst vor Bravehearts

Mit Respekt, aber ohne Angst wollen die "jungen Wilden" des VfB Stuttgart gegen die schottischen Bravehearts bestehen. "Ich hoffe auf einen Sieg. Wir werden uns nicht verstecken", kündigte Teammanager Felix Magath einen entschlossenen und angriffslustigen Auftritt der Schwaben im Hinspiel des UEFA-Cup - Achtelfinales bei Celtic Glasgow an.

HB/dpa GLASGOW/STUTTGART. "Ein 0:0 wäre kein überragendes Ergebnis für das Rückspiel." Zvonimir Soldo stieß ins gleiche Horn. "Wir wollen ein Tor erzielen. Auswärts muss man immer etwas für den Angriff tun", sagte der VfB-Mannschaftskapitän.

Um dem äußerst kampf- und kopfballstarken Kontrahenten am Donnerstagabend (21.30 Uhr MEZ/ZDF) im 60 000 Zuschauer fassenden Hexenkessel Celtic Park Paroli bieten zu können, will Magath "den Ball flach halten - jedenfalls auf dem Spielfeld". Durch diese Taktik, glaubt der Trainer, würden "die meisten Glasgower Verteidiger schwierigkeiten mit unseren jungen Wilden bekommen". Denn spielerisch schätzt er seine Schützlinge stärker als die Schotten ein. "Jeder weiß, dass wir diese Aufgabe lösen können." Selbst Celtic-Kapitän Paul Lambert (früher Borussia Dortmund) bescheinigte dem Bundesliga-Dritten "eine beeindruckende Form".

Personell sieht es beim VfB Stuttgart bestens aus: Alle Stammspieler sind fit. Beim 38-maligen schottischen Meister fehlt dagegen das etatmäßige Stürmerduo. Der schwedische Torjäger Henrik Larsson zog sich einen doppelten Kieferbruch zu; der walisische Nationalspieler John Hartson ist gesperrt. Für Celtic-Coach Martin O'Neill ist angesichts dieses Tiefschlags die Ausgangslage klar: "Wir sind sicher Außenseiter. Das ist ein schwerer Schlag für uns."

Während VfB-Stürmer Kevin Kuranyi Larssons Ausfall als "großen Vorteil" bezeichnete, warnte Magath vor zu großer Zuversicht. Das müsse nicht unbedingt ein Plus sein. Celtic könne diesen Verlust kompensieren. Nachrücker Chris Sutton ("ein überdurchschnittlich starker Stürmer") und der schottische "U21"-Nationalspieler Shaun Maloney ("auf dem Niveau unserer Jungen") seien in der Lage, die Lücke schließen.

VfB-Präsiden Manfred Haas stufte die UEFA-Cup-Partien gegen Glasgow als "die beiden wichtigsten Spiele im Februar" ein: "Ein Weiterkommen wäre wirtschaftlich wahnsinnig wichtig." Im Viertelfinale winken dem mit 16,6 Mill. ? verschuldeten Verein Einnahmen in Höhe von etwa drei Millionen. Haas trägt das Seine dazu bei, dass die Kassensanierung voran kommt: Er verichtet aus beruflichen Gründen auf die Reise. "Das ist vielleicht ein gutes Zeichen: Bislang hab' ich immer gefehlt - und wir sind immer weitergekommen", verwies er auf seine Glücksbringer-Funktion.

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