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VfB Nach 3:0 über Benfica fast in K.o.-Runde

Der in der Bundesliga zuletzt arg gebeutelte VfB Stuttgart bleibt im Europapokal eine Macht. Die K.o.-Runde im Fußball-Uefa-Cup ist dem Spitzenreiter der Gruppe G nach dem 3:0 (1:0) gegen Benfica Lissabon mit sechs Punkten fast sicher.

dpa STUTTGART. Der in der Bundesliga zuletzt arg gebeutelte VfB Stuttgart bleibt im Europapokal eine Macht. Die K.o.-Runde im Fußball-Uefa-Cup ist dem Spitzenreiter der Gruppe G nach dem 3:0 (1:0) gegen Benfica Lissabon mit sechs Punkten fast sicher.

"Mr. Uefa-Cup" Cacau mit seinem siebten Tor im Wettbewerb (31.), Silvio Meißner (52.) und Kevin Kuranyi (72.) bescherten den in der Meisterschaft drei Mal in Folge geschlagenen Schwaben beim 3:0-Sieg über Benfica den zweiten Zwischenrunden-Sieg und das dringend herbei gesehnte Erfolgserlebnis.

Überzeugen konnte die Elf von Trainer Matthias Sammer im mit 44 000 Zuschauern fast ausverkauften Gottlieb-Daimler-Stadion aber nur in der zweiten Halbzeit. Nervosität, Fehlpässe und Zweikampfschwächen bestimmten die ersten 45 Minuten. Mit der Führung im Rücken kam der VfB in der zweiten Halbzeit dann besser ins Spiel.

Sammer fand das 3:0 "vielleicht ein bisschen zu hoch". Man habe "gemerkt, dass die letzten Spiele nicht spurlos an uns vorbei gegangen sind". Aber: "Wir sind erst Mal zufrieden." Torschütze Kuranyi sagte: "Heute haben wir ein gutes Spiel gemacht. Wir haben gekämpft. Die Mannschaft hat sich durchgebissen." Meißner: "In der zweiten Halbzeit haben wir uns auch spielerisch durchgesetzt."

Während der VfB Torjäger Kuranyi, Horst Heldt und Meißner wieder an Bord hatte, trat der portugiesische Rekordmeister aus Lissabon stark ersatzgeschwächt an. Trainer Giovanni Trapattoni musste gleich vier Spieler ersetzen. Die einzige Spitze der defensiv orientierten Portugiesen bildete Nuno Gomes.

Gegen die "mauernden" Gäste tat sich der VfB schwer. Die erste Tormöglichkeit nach einer Viertelstunde: Doch Zvonimir Saldo köpfte über das Tor. Riesenglück für die Schwaben, als Simao und Luisao in der 24. Minute einen herrlichen Konter für Lissabon nicht erfolgreich abschließen konnten. Der VfB geriet ins Wanken, dumme Fehler im Mittelfeld bescherten Benfica gleich drei Chancen in Folge, die Stuttgarter Abwehr geriet arg ins Schwimmen.

Doch Cacau, bester Mann im Sammer-Team, brachte die Stuttgarter, die im ersten Zwischenrundenspiel mit 5:1 bei KSK Beveren in Belgien siegreich waren, in der 31. Minute auf die Siegerstraße. Nachdem er eine Minute vorher noch mit einem Weitschuss gescheitert war, ließ er Lissabons Torwart Moreira nach einem Fehler der Hintermannschaft keine Chance und vollendete zu seinem siebten Uefa-Cup-Tor im vierten Wettbewerbsspiel.

Meißner hatte fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff die große Möglichkeit zur Vorentscheidung, scheiterte mit seinem Kopfball aber an Moreira. Riesenjubel in der 52. Minute: Philipp Lahm legte vor - und Meißner vollendete per Kopf zum 2:0. Der VfB gewann an Sicherheit. Cacau (60.) verpasste das mögliche 3:0. Danach musste Timo Hildebrand im Tor des VfB zwei Mal klären. Kuranyi (72.) beendete alle Zweifel am VfB-Sieg. Ebenfalls per Kopf. Lahm (86.) scheiterte zum möglichen 4:0 an Moreira.

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