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VfB nach Sieg über Rostock für Pokal-Hit gerüstet

Der VfB Stuttgart ist für den prestigeträchtigen Pokal-Hit gegen Bayern München und Ex-Trainer Felix Magath gut gerüstet. Mit dem 4:0 (2:0)-Sieg gegen Bundesliga-Schlusslicht Hansa Rostock haben sich die Schwaben schon mal für den Südschlager warm geschossen.

dpa STUTTGART. Der VfB Stuttgart ist für den prestigeträchtigen Pokal-Hit gegen Bayern München und Ex-Trainer Felix Magath gut gerüstet. Mit dem 4:0 (2:0)-Sieg gegen Bundesliga-Schlusslicht Hansa Rostock haben sich die Schwaben schon mal für den Südschlager warm geschossen.

"Wir können unserem alten Trainer zeigen, was wir unter unserem neuen gelernt haben", strich Nationalstürmer Kevin Kuranyi die zusätzliche Brisanz des Duells am Mittwochabend heraus. "Wir wollen gegen Magath unbedingt gewinnen."

Spielmacher Alexander Hleb, der stets darunter gelitten hatte, dass ihm Magath die geliebte Trikotnummer zehn verweigert hatte, setzte verbal noch einen drauf: "Gegen Bayern ist nichts besonderes, aber gegen Felix ist schon interessant. Wir wollen weiterkommen und zeigen, dass es auch in Stuttgart Perspektiven gibt."

Mannschaftskapitän Zvonimir Soldo versuchte, seine "jungen Wilden" etwas zu bändigen und wies "auf die schöne Zeit mit Magath" hin. Allerdings wird der Leitwolf im DFB-Pokal-Achtelfinale wegen einer Wadenverhärtung möglicherweise ebenso fehlen wie Markus Babbel (Schlag auf den Spann). Nationalverteidiger Andreas Hinkel fällt wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel aus.

Während seine Schützlinge dem Wiedersehen mit Magath entgegen fiebern, passt Matthias Sammer das brisante bayerisch-schwäbische Duell zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht in den Kram. "Ich kann nicht Halleluja schreien, wenn die Mannschaft nur zweieinhalb Tage regenerieren kann", wies der VfB-Trainer auf die körperliche Belastung durch "permanente englische Wochen" hin. "Das ist der Wahnsinn. Wie will man da noch vernünftig trainieren. Ich rede mehr mit unseren Medizinern als mit der Mannschaft."

Aber nicht nur die Personalprobleme machen Sammer Sorgen. Der Tabellendritte konnte trotz des klaren Ergebnisses nach Treffern von Silvio Meißner (7. Minute), Kevin Kuranyi (38.), Cacau (56.) und Horst Heldt (80./Handelfmeter) spielerisch gegen die biederen Rostocker nicht überzeugen. "Es war nicht alles Gold, was glänzt", räumte der Trainer ein. "Aber angesichts unserer Verletzungsprobleme sollten wir zufrieden sein."

Sammer ist aber klar, dass sein Team nur im Fall einer deutlichen Steigerung bei den Bayern bestehen kann. Um den Druck nicht noch mehr zu erhöhen, spielte er die Bedeutung der Partie herunter. Die Bundesliga sei "als tägliches Brot wichtiger als der Nachtisch" Pokal. Die Lust auf Süßes kann Sammer seinen Spielern dadurch nicht verderben. "Wir sind nach den Siegen gegen Lissabon und jetzt Rostock wieder auf den Geschmack gekommen und wollen auch in München gewinnen", sagte Hleb.

Der Punkte-Hunger der Hanseaten blieb dagegen zum vierten Mal hintereinander ungestillt. "Das war nicht bundesligareif", erklärte Trainer Juri Schlünz und bescheinigte seiner Elf dilettantisches Verhalten bei den Gegentreffern nach Standardsituationen. "Wenn man unten drin hängt, klappen auch einfachste Dinge nicht." Während der Tabellenletzte immer stärker um den Klassenverbleib bangen muss, sitzt Schlünz sicher auf seinem Stuhl. "Die Mannschaft hat unter Beweis gestellt, dass der Trainer sie erreicht. Man sollte jetzt wirklich aufhören mit dieser Trainerdiskussion", forderte Rostocks Vorstandsvorsitzender Manfred Wimmer.

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