VfB-Präsident Haas rechtfertigt Zahlungen an MV

Archiv
VfB-Präsident Haas rechtfertigt Zahlungen an MV

Der Präsident des schwäbsichen Fußball-Clubs, Manfred Haas, hat die Zahlungen des VfB Stuttgart an den ehemaligen Vereinschef Gerhard Mayer-Vorfelder gerechtfertigt.

dpa STUTTGART. "Wir hatten einen Präsidenten mit Herrn Mayer- Vorfelder, der sein Ministeramt aufgegeben hatte und dem VfB quasi hauptamtlich zur Verfügung stand. Da er aber keinen Arbeitsvertrag bei uns unterschreiben wollte, haben wir uns auf eine Aufwandsentschädigung geeinigt", sagte Haas, der im betreffenden Zeitraum dem Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten angehörte, der "Stuttgarter Zeitung" (Montagausgabe).

Mayer-Vorfelder sei nach seinem Ausscheiden als Finanzminister des Landes Baden-Württemberg vom Oktober 1998 an jeden Tag für den VfB im Einsatz gewesen. Haas: "Und nur für den Verein." Deshalb sei der VfB Stuttgart zu der Überzeugung gekommen, dass dem ehrenamtlich tätigen Präsidenten die Aufwandsentschädigung zustehe. Der Club entlohnte Mayer-Vorfelder ein Jahr lang monatlich mit 25 000 DM (12 782 Euro). Im Vergleich mit den Vorstandsgehältern anderer Bundesligisten läge der VfB zudem bestimmt nicht an der Spitze, meinte der jetzige VfB-Chef.

Hauptamtlich hätte Mayer-Vorfelder, der heutige Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), nicht arbeiten wollen, erklärte Haas. Inzwischen hat der VfB-Vorstand hauptamtliche Strukturen. Haas sagte dem Blatt, er selbst erhalte aber keine 12 782 Euro monatlich. Der 51-Jährige ist Vorstands-Vorsitzender der SV-Versicherung.

Mayer-Vorfelder bekam im letzten Jahr seiner 25-jährigen Amtszeit bis Oktober 2000 Aufwandsentschädigungen in Höhe von 300 000 DM (153 000 Euro). Zudem gewährte ihm der mit 36 Mill. DM (18,4 Mill. Euro) verschuldete Club einen Kredit von 300 000 DM. Das mit 5,2 % Zinsen angesetzte Darlehen wurde am Ende der Ära Mayer-Vorfelder als VfB-Präsident auf null zurück gestellt. "Das Darlehen ist doch bei Herrn Mayer-Vorfelder rückwirkend verrechnet worden, so dass er quasi vom 1. Oktober 1998 an eine Aufwandsentschädigung erhalten hat", erklärte Haas. Dazu müsse man die Bundesliga-Abteilung im Verein als Unternehmen sehen. "Und in Unternehmen sind Arbeitgeberdarlehen völlig normal."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%