VfB setzt sich im Südwest-Derby durch
Bremens Glück ist eines Meister würdig

Bei weiterhin sieben Punkten Vorsprung vor Titelverteidiger FC Bayern München wird Werder Bremen der vierte Meistertitel wohl kaum noch zu nehmen sein. Denn wer bei einem Abstiegskandidaten schlecht spielt, wer sich über die Runden mogelt und auch ohne die ausgewechselten Stars Johan Micoud, Ailton oder Ivan Klasnic gewinnt, der hat wohl nichts mehr zu befürchten.

HB DÜSSELDORF. Das 1:0 bei Eintracht Frankfurt könnte Thomas Schaafs erstes Meisterwerk als Trainer gewesen sein, obwohl dieser selbst noch abwiegelt: "Wir wissen, dass wir noch einen weiten Weg haben."

Die Konkurrenz hofft jedoch weiter auf einen späten Einbruch der Bremer. Bayern München setzte sich 2:1 gegen Schalke durch und der VfB Stuttgart festigte seinen dritten Tabellenplatz am Sonntagabend mit dem 1:0 (1:0)-Erfolg im baden-württembergischen Derby beim SC Freiburg. Unbeeindruckt von dem Wechsel-Hickhack um Marcelo Bordon, der schon ein Jahr früher als geplant zum FC Schalke 04 wechseln soll, blieben die Schwaben durch das neunte Saisontor von Kevin Kuranyi im Rennen um die direkte Champions-League-Qualifikation.

Vom Glück und Geschick der Bremer können die Profis des 1. FC Köln derzeit nur träumen. Pech und Unvermögen brachten das Schlusslicht beim 0:1 im Kellerduell bei Hannover 96 um die wohl letzte Chance zur Aufholjagd. Im Beisein von Bundeskanzler Gerhard Schröder beförderte Torschütze Thomas Brdaric (34.) die Gäste in eine schier ausweglose Lage. "Wir sind alle sehr traurig", bekannte FC-Coach Marcel Koller angesichts des Acht-Punkte-Rückstandes auf den 15. Tabellenplatz.

Titelverteidiger Bayern hat sich im Kampf um die Schale noch nicht aufgegeben. "Wir werden weiter beißen", kündigte Torwart Oliver Kahn eine Fortsetzung des Zweikampfs an. "Aufgeben gibt's nicht", sagte Jens Jeremies. Und Trainer Ottmar Hitzfeld meinte: "Der Glaube an die Meisterschaft ist immer noch da." Doch Fakt ist, dass Bremen laut Hitzfeld auch das Glück hat, "das man braucht, um Meister zu werden".

Ein diskussionswürdiger Pfiff von Schiedsrichter Jürgen Jansen (Essen) führte zum entscheidenden Bremer 1:0 in Frankfurt. Torschütze Valérien Ismael sprach danach vom "vielleicht bedeutendsten Treffer" seiner Karriere: "Wenn Bremen Meister werden will, dann dieses Jahr." In München witterten sie eine Verschwörung der Unparteiischen: "Ich weiß nicht, der wievielte fragwürdige Elfmeter das für Bremen war. Das nimmt komische Tendenzen an", bemerkte Kahn.

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