VfB Stuttgart gewinnt 1:0 in Bielefeld: Sonntagsschuss des „Sonntagsmeisters"

VfB Stuttgart gewinnt 1:0 in Bielefeld
Sonntagsschuss des „Sonntagsmeisters"

Der VfB Stuttgart hat drei Tage nach dem Aus im Uefa-Pokal mit Macht Kurs auf die Champions League genommen, Arminia Bielefeld ist weiter in den Abstiegsstrudel geraten. Der "Sonntagsmeister" aus Schwaben, der nun sechs von sieben Sonntagsspielen gewonnen hat, setzte sich durch einen Treffer von Silvio Meißner in der 15. Minute mit 1:0 (1:0) bei den Ostwestfalen durch und hat als Bundesliga-Dritter schon fünf Punkte Vorsprung vor dem Vierten, Schalke 04.

HB/dpa BIELEFELD. Bielefeld hat dagegen nur noch drei Punkte Luft zu einem Abstiegsplatz. Das Spiel auf der "Alm" begann mit einiger Verzögerung, weil im Block der VfB-Fans schon vor dem Anpfiff bengalische Feuer gezündet wurden und Rauchschwaden über den Platz zogen.

Drei Tage nach dem K.o. gegen Celtic Glasgow begannen die Stuttgarter auch ohne ihre verletzten Stützen, Regisseur Krassimir Balakow und Torhüter Timo Hildebrand voller Selbstvertrauen, spielstark und mit hohem Tempo. Das flotte Spiel der Gäste wurde schon nach einer Viertelstunde belohnt. Eine Bilderbuchkombination über Alexander Hleb und Kevin Kuranyi schloss Meißner mit einem platzierten Schuss aus 17 Metern unhaltbar mit seinem zweiten Saisontor ab.

Nur eine Minute später handelte sich Schiedsrichter Strampe böse Pfiffe der Bielefelder Fans ein, als er mit einer zumindest zweifelhaften Entscheidung der Arminia einen Elfmeter versagte: Marcelo Bordon war bei einer Bielefelder Flanke vom Ball am Oberarm getroffen worden. Die Gastgeber konnten auch danach ihre Nervosität nicht ablegen. Bei vielen Fehlpässen im Mittelfeld wurde das verletzungs- bzw. krankheitsbedingte Fehlen von Fatmit Vata und Detlev Dammeier sehr deutlich. Die besten Chancen vor der Pause hatten Artur Wichniarek mit einem Kopfball (11.) und Bernd Rauw (29.) mit einem Distanzschuss.

Stuttgart kontrollierte das Spiel dennoch nach Belieben, überzeugte immer wieder mit guten Kombinationen im Mittelfeld. Große Torchancen kamen dabei aber auch nicht heraus. Lediglich Heiko Gerber (26.) hatte bei seinem Schuss knapp am Tor vorbei das 2:0 auf dem Fuß. Nach dem Wechsel musste Bielefelds Schlussmann Mathias Hain in der 52. Minute Kopf und Kragen riskieren, um den allein auf ihn zustürmenden Ion Viorel Ganea zu bremsen. Der Rumäne setzte bei seiner zweiten guten Chance in der 84. Minute den Ball auf das Torgestänge.

Vier Minuten später hatte Wichniarek den Ausgleich vor Augen. Doch der Pole scheiterte aus kurzer Distanz an Hildebrand-Vertreter Thomas Ernst. Danach wurde Bielefeld aggressiver, Stuttgart baute ab. Von der 69. Minute an setzte Arminia-Trainer Benno Möhlmann alles auf eine Karte, als er mit Rade Bogdanovic und Du-Ri Cha zwei frische Stürmer für Marcio Borges und Mamadou Diabang brachte. Doch die geplante Schlussoffensive blieb gegen den konditionell sichtbar angeschlagenen Gegner aus. Kapitan Bastian Reinhardt vergab drei Minuten vor Schluss die größte Möglichkeit zum 1:1 kläglich.

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