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VfB Stuttgart ist gegen Beveren gefordert

In einem europäischen Pokalwettbewerb fordert die Nationalelf der Elfenbeinküste den Bundesliga-Tabellenführer VfB Stuttgart. Anders kann man die Mannschaft des belgischen Tabellen-14. kaum nennen.

dpa BEVEREN. In einem europäischen Pokalwettbewerb fordert die Nationalelf der Elfenbeinküste den Bundesliga-Tabellenführer VfB Stuttgart. Anders kann man die Mannschaft des belgischen Tabellen-14. kaum nennen.

Im Kader des KSK Beveren stehen 13 Profis aus dem westafrikanischen und nur fünf aus dem eigenen Land. Matthias Sammer will das nicht kritisieren: "Was möglich ist, kann man als Verein auch ausschöpfen."

Etwas unheimlich ist dem VfB-Trainer der erste Gegner in den Gruppenspielen des Uefa-Cups dennoch. "Die Mannschaft ist sehr stark mit Farbigen besetzt und sehr jung. Eine unberechenbare Konstellation", warnte er vor der Partie, die zum Ärger der Stuttgarter nicht im Fernsehen übertragen wird.

Der Club des späteren Bayern-Torhüters Jean-Marie Pfaff, 1978 und 1983 Pokalsieger sowie 1979 und 1984 Landesmeister, stand vor der Pleite, als Jean-Marc Guillou vor drei Jahren als Manager einstieg. Der frühere französische Nationalspieler hatte eine Fußballschule an der Elfbeinbüste und sorgte mit seinen Transfers für Aufsehen in ganz Europa. Zumal in der 45 000-Einwohner-Stadt die Rechtsextremen die stärkste Partei sind. Die Fußballtalente erhalten angeblich 68 000 Euro im Jahr und sollen, wenn sie sich auf der Spielwiese KSK Beveren bewährt haben, mit Gewinn weiterverkauft werden. So handelte sich Guillou den Vorwurf des Menschenhandels ein.

"Wir spielen gegen das Nationalteam von der Elfenbeinküste", meinte Stuttgarts Kapitän Zvonimir Soldo. Bei der 1:2-Niederlage in Charleroi standen in Torwart Marc Volders und Abwehrspieler Kristof Lardenoit nur zwei Belgier in der Anfangsformation. "Ich will so etwas nicht verurteilen", sagte VfB-Mittelfeldspieler Horst Heldt. "Der Verein war doch mausetot. Und für einen afrikanischen Spieler ist so etwas auch eine Riesenchance."

Beverens Trainer Hermann Helleputte hat großen Respekt vor den Schwaben. "Ich habe sie in der Sportschau spielen sehen. Sie machen einen guten Eindruck. Vor allem der Sturm mit Cacau. Und Help... oder wie heißt er? Hleb. Starke Jungs." Er habe jedoch keine Angst "vor einer Tracht Prügel". Ungeschlagen sind die Stuttgarter in den zwölf Spielen dieser Saison. Sammer fordert "ein bisschen Bescheidenheit" - und gleichzeitig den Gruppensieg.

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