VfB überwintert auf Uefa-Cup-Platz
Aller Anfang ist auch für Wolfsburg schwer

Der VfL Wolfsburg hat mit der zweiten Saison- Niederlage einen Fehlstart in der neuen Volkswagen-Arena hingelegt und dem VfB Stuttgart damit den "Winterschlaf" auf einem Uefa-Cup - Platz ermöglicht. Mit 1:2 (0:1) unterlagen die Niedersachsen den Schwaben am Sonntag zum Abschluss der Hinrunde vor 24 147 enttäuschten Zuschauern.

HB/dpa WOLFSBURG. Thomas Schneider (35.) per Kopf und Fernando Meira (55.) nach einem Konter sorgten für die Siegtreffer des auf Rang fünf überwinternden Europapokal-Achtelfinalisten. Für die auf Platz zehn abgerutschten Wolfsburger verwandelte Tomislav Maric (76.) einen Foulelfmeter.

"Der VfL muss nicht ganz so traurig sein, die haben ja ein neues Stadion", sagte der Stuttgarter Trainer Felix Magath nach der Partie. Wolfsburgs Mittelfeld-Chef Stefan Effenberg war trotz der ersten Niederlage nach vier Heimsiegen beeindruckt von der tollen Fußball-Athmosphäre: "Es hat alles gestimmt, leider Gottes nicht das Ergebnis. Die Stuttgarter haben aus drei Chancen zwei Tore geschossen."

Das Spiel in der 30 000 Zuschauer fassenden VW-Arena wurde mit zehn Minuten Verspätung angepfiffen. Wie schon bei der Eröffnung am Freitag herrschte vor dem neuen Stadion Verkehrschaos, obwohl das für 53 Mill. ? errichtete Schmuckkästchen nicht ausverkauft war. Polizei und Verein gaben sich für das Chaos gegenseitig die Schuld.

Der VfL wollte auf dem vereisten Rasen nach der stimmungsvollen Einweihung nun auch ein fußballerisches Feuerwerk abbrennen. Doch das erste Tor im neuen Stadion fiel wie aus heiterem Himmel für die Gäste. Stuttgart trat ohne seinen Kapitän Zvonimir Soldo an, der sich im Uefa-Cup-Rückspiel gegen den FC Brügge einen Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen hatte. Zudem wurde Regisseur Krassimir Balakow wegen einer Grippe eine Halbzeit geschont.

Bei Wolfsburg fehlte Torjäger Diego Klimowicz, dennoch mussten sich die VfL-Fans nicht über fehlenden Offensivgeist ihrer Mannschaft beklagen. Timo Hildebrand stand im Stuttgarter Tor unter Dauerbeschuss und war bei Versuchen von Robson Ponte (22., 29.), Martin Petrow (26., 39.), Miroslav Karhan (42.) und Effenberg (62.) auch mit dem Glück im Bunde.

Stuttgart war effektiver und erzielte mit der ersten Chance das erste Tor. Schneider köpfte eine Ecke von Jochen Seitz in den VfL- Kasten (35.). Nach der Pause das gleiche Bild: Wolfsburg drückte, und der VfB traf. Als der diesmal schwache Effenberg einen Zweikampf gegen Meira verlor, startete der Portugiese zu einem Solo und schloss nach Doppelpass mit Kevin Kuranyi selbst zum 2:0 ab (55.).

Wolfsburg war geschockt von der vermeintlichen Spielentscheidung. Erst als Effenberg gegen Marcelo Bordon einen Elfmeter herausholte und Maric sicher verwandelte (76.), bäumten sich die Gastgeber noch einmal auf. Zu spät für einen Punktgewinn. Effenberg entging in der Schlussphase noch einer Roten Karte, als Schiedsrichter Markus Merk seine Tätlichkeit gegen Schneider nicht bemerkte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%