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VfB und Schalke im Soll - Aachen feiert Niederlage

Ein Uefa-Cup-Debakel wie im vergangenen Jahr wird es für die deutschen Clubs in dieser Saison nicht mehr geben. Der VfB Stuttgart hat den Einzug in die K.o.-Spiele schon bei Gruppen-Halbzeit praktisch sicher.

dpa HAMBURG. Ein Uefa-Cup-Debakel wie im vergangenen Jahr wird es für die deutschen Clubs in dieser Saison nicht mehr geben. Der VfB Stuttgart hat den Einzug in die K.o.-Spiele schon bei Gruppen-Halbzeit praktisch sicher.

Auch der FC Schalke 04 steht mit einem Bein in der Runde der letzten 32, die im vergangenen Spieljahr ohne deutsche Beteiligung ausgetragen wurde. Selbst Alemannia Aachen kann trotz der ersten Niederlage in seiner noch jungen Europacup-Historie die Gruppenphase weiter aus eigener Kraft überstehen.

Die 500 mitgereisten Fans des Zweitligisten feierten die 0:2 (0:1)-Niederlage ihrer Mannschaft beim FC Sevilla wie einen Sieg. Und bei Jörg Schmadtke war von Niedergeschlagenheit ebenfalls nichts zu spüren. "Dieses Spiel hat vor allem eine Botschaft: Wir konnten mit dem Zweiten der Primera División mithalten", sagte der Aachener Sportdirektor.

Mit breiter Brust traten die Alemannen in der Sondermaschine die Heimreise nach Deutschland an. Unbeeindruckt vom frühen Gegentreffer durch Carlos Aranda (8.) und der heißblütigen Atmosphäre im mit 40 000 Zuschauern gefüllten Stadion Ramon Sanchez- Pizjuan boten sie dem großen Favoriten lange Zeit Paroli. Erst nach dem Elfmetertreffer von Julio Cesar Baptista (78.) konnten sich die Spanier sicher fühlen. Am 2. Dezember gegen Zenit St. Petersburg in Köln soll der Grundstein für den Einzug in die dritte Runde gelegt werden, für die sich jeweils die ersten Drei der acht Fünfer-Gruppen qualifizieren. Dazu ist allerdings ein Sieg vonnöten, denn die Alemannia liegt punktgleich mit den ersten Drei auf Platz vier.

Dagegen sonnt sich der VfB Stuttgart nach dem 3:0 über Benfica Lissabon mit zwei Siegen und dem besten Torverhältnis (8:1) aller Teilnehmer auf Platz eins der Gruppe G. Doch als Trendwende nach zuletzt drei sieglosen Meisterschaftsspielen wollte Trainer Matthias Sammer den durch Cacau (32.), Silvio Meißner (52.) und Kevin Kuranyi (72.) herausgespielten Erfolg gegen die Elf von Trainer-Unikum Giovanni Trapattoni nicht werten.

"Das Ergebnis hat keinen Einfluss auf die Situation in der Bundesliga. Wir haben uns ein gewisses Selbstvertrauen geholt, aber dafür noch keinen Punkt in der Bundesliga bekommen", sagte Sammer vor dem Duell mit Schlusslicht Hansa Rostock. Wer denke, diese Aufgabe sei leicht zu bewältigen, "bekommt ein gewaltiges Problem mit mir. Wir stehen gewaltig unter Druck".

Von dem hat sich der FC Schalke 04 durch das 1:0 bei Heart of Midlothian befreit. "Durch diesen Sieg haben wir eine glänzende Ausgangsposition und alles selbst in der Hand", jubelte Trainer Ralf Rangnick, unter dessen Regie die "Königsblauen" nach dem Siegtor von Lincoln (73.) weiter ungeschlagen sind. Dass die spielerische Darbietung gegen die nach dem Platzverweis gegen Patrick Kisnorbo dezimierten Schotten eher dürftig war, daran störte sich im Schalke - Lager niemand. Mit einem Sieg im nächsten Heimspiel gegen Ferencvaros Budapest ist das Weiterkommen definitiv.

Ungeachtet aller Kritik im Vorfeld scheint sich das neue Gruppenformat im Uefa-Pokal zu bewähren. Zumindest die Akzeptanz bei den Fans ist beachtlich. Über 350 000 Zuschauer oder durchschnittlich rund 22 000 Besucher kamen zu den 16 Spielen. Die größte Kulisse gab es in Stuttgart (44 000), den trostlosesten Rahmen in Parma. Nur 4 000 Fans wollten den 1:0-Erfolg des AC gegen Steaua Bukarest sehen.

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