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VfL-Coach stinksauer - Mainz jubelt

Der neueste Tiefschlag für den VfL Bochum im Kampf gegen den Abstieg hat Peter Neururer hart getroffen und ins Wanken gebracht. Vorausgegangen war mit dem 0:1 (0:1) beim starken Aufsteiger FSV Mainz 05 das vierte sieglose Spiel in der Fußball-Bundesliga nacheinander.

dpa MAINZ. Der neueste Tiefschlag für den VfL Bochum im Kampf gegen den Abstieg hat Peter Neururer hart getroffen und ins Wanken gebracht. Vorausgegangen war mit dem 0:1 (0:1) beim starken Aufsteiger FSV Mainz 05 das vierte sieglose Spiel in der Fußball-Bundesliga nacheinander.

Hilflos die Mannschaft, ratlos der Trainer: "Wie sich die Mannschaft in der ersten Halbzeit präsentiert hat, war unter aller Sau. Bei mehreren Spielen dieser Qualität werde ich Konsequenzen ziehen und den Vorstand zu einem Gespräch bitten", kündigte der sichtlich mitgenommene Neururer an. Der völlig enttäuschende Revierclub bleibt auf einem Abstiegsrang. Man müsse sich Sorgen machen um den VfL, befand Torwart Rein van Duijnhoven.

Ganz im Gegensatz zu den Mainzern, die nach einem kleinen Durchhänger mit nur einem Punkt aus drei Spielen wieder einen Sieg feierten. Als einzige Mannschaft im Oberhaus ist das Team von Trainer Jürgen Klopp im Oberhaus vor eigener Kulisse ungeschlagen, die bisher letzte Heimniederlage datiert vom 29. März (0:2 gegen Arminia Bielefeld). "Die Mannschaft hat meine Erwartungen absolut übertroffen. Das war Riesenfußball", lobte Klopp sein Team, das wieder den Anschluss ans obere Tabellendrittel herstellen konnte.

Bochums Weg führt dagegen nach dem Aufstieg 2002 wieder Richtung 2. Liga. "Ich bin zutiefst enttäuscht", gab Trainer Neururer zu, der am 4. Dezember drei Jahre beim VfL im Amt ist. Für den blamablen Auftritt seiner Mannschaft, die mit dem Treffer des brasilianischen Ballzauberers Antonio da Silva (19.) mehr als gut bedient war, entschuldigte er sich sogar bei den Fans. Ideenlos und ohne erkennbares Aufbäumen ergaben sie sich vor 20 300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion ihrem Schicksal. Von den viel versprechenden Ansätzen beim 1:3 zuvor gegen Bayern München war nichts mehr zu sehen.

Erklärung: Fehlanzeige. "Das hieße Ansätze zu haben, wie man direkt dagegen vorgehen kann. Diese gibt es nicht", meinte Neururer, der sich in Galgenhumor flüchtete: "Ich wollte eigentlich einen Eilantrag beim DFB einreichen, so dass ich in der Pause acht Spieler auswechseln kann." Für das nächste Spiel gegen den 1. FC Nürnberg kündigte Neururer neben einem verschärften Ton ("es wird nicht der freundlichste") personelle Konsequenzen an. Ohnehin verzichten muss er auf Martin Meichelbeck, der in der 81. die Gelb-Rote Karte sah, und Tomas Zdebel nach dessen fünfter Gelben Karte.

Die ungenügende Chancenverwertung - bis zur Pause hätten die Mainzer locker 4:0 führen können - ließ Klopp kalt. "Die Jungs haben ein Feuerwerk entzündet. Wir haben uns die Tore für ein anderes Mal aufgespart", scherzte der Coach, der mit seiner Mannschaft minutenlang auf dem Rasen sitzend von den Fans gefeiert wurde. "Wir wollten aggressiv spielen und Bochum unter Druck setzen. Das ist uns bis zur 90. Minute gelungen", stellte Christof Babatz zufrieden fest. Perfekt setzte das personell geschwächte Team, das durch Kampfgeist, Spielstärke und taktische Finesse beeindruckt, die Vorgaben des Trainers um. "Nun können wir beruhigt den nächsten drei Spielen entgegenblicken", meinte Angreifer Benjamin Auer. Am Samstag wollen die 05er den FC Bayern ärgern.

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