Video-Freigabe verzögert sich
Taliban-John warnt vor Bio-Anschlägen in den USA

Das Terror-Netzwerk El Kaida plant nach Angaben des amerikanischen Taliban-Kämpfers John Walker einen Biowaffen-Anschlag innerhalb der nächsten Tage in den USA.

dpa WASHINGTON. Das hat der in Afghanistan gefangen genommene Walker bei Vernehmungen durch US-Vertreter mitgeteilt, wie die "Washington Times" am Mittwoch unter Berufung auf amerikanische Geheimdienstler berichtete. Diese "zweite Phase" des Terrors solle nach dem Fastenmonat Ramadan beginnen, der am Sonntag zu Ende geht, zitierte das Blatt Walker weiter. "Phase drei" solle dann zur völligen Zerstörung der USA führen.

Regierungsbeamte in Washington äußerten sich skeptisch über die Angaben. Sie verwiesen darauf, dass der nach der Gefangenenrevolte bei Masar-i-Scharif gefasste Walker bei den Taliban nur eine untergeordnete Position eingenommen habe. Es sei daher unwahrscheinlich, dass er Zugang zu derart brisanten Informationen gehabt habe, hieß es in der US-Hauptstadt weiter. Aus Geheimdienstkreisen verlautete aber, dass die Angaben Walkers einer von mehreren Gründen für die erneute Terror-Warnung war, die von der US-Regierung in der vergangenen Woche ausgegeben worden war.

Video soll gezeigt werden

Nach Informationen des Nachrichtensenders CNN sollte das Video am frühen Abend freigegeben und gesendet werden. Die Freigabe verzögerte sich aber und steht zur Zeit noch aus. Es handelt sich, nach Informationen der US-Regierung, ein in Afghanistan gefundenes Amateur-Video von bin Laden. Die Aufnahmen sollen eindeutig belegen, dass der El-Kaida-Chef schon vor dem 11. September von den Anschlägen gewusst hat und für die Attacken verantwortlich ist.

Wie die "Washington Post" unterdessen aus Islamabad berichtete, haben zwei ehemalige pakistanische Atomwissenschaftler ausgesagt, sie hätten mit Terroristenchef Osama bin Laden ausführliche "Diskussionen" über atomare, biologische und chemische Waffen geführt. Die Gespräche seien aber "akademisch" gewesen, zitierte das Blatt die Wissenschaftler, die sich seit zwei Monaten in pakistanischem Gewahrsam befinden. Die Experten hätten keine Hinweise darauf, dass ihre Informationen bin Laden bei der Produktion von irgendwelchen Massenvernichtungswaffen geholfen hätten.

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