Video-on-Demand
T-Online verhandelt mit Disney

Der deutsche Internetanbieter will seinen Kunden mehr Bezahlinhalte bieten und spricht mit mehreren Hollywood-Studios. Geplant ist eine Art Online-Videothek.

HB KÖLN. Der größte europäische Internetanbieter T-Online will mit Filmen des US-Unterhaltungs- und Medienkonzerns Disney sein Geschäft mit Bezahlinhalten massiv ausbauen. T-Online-Marketing-Vorstand Burkhard Grassmann sprach gegenüber dem Handelsblatt von einem "guten Verlauf" der Gespräche, ohne konkret auf den Stand der Verhandlungen einzugehen.

Das so genannte Video-on-Demand funktioniert praktisch wie eine Online-Videothek. Dabei können sich Kunden über einen Breitband-Internetanschluss gegen Entgelt Filme auf ihrem PC oder ihrem Fernsehgerät ansehen. Durch eine entsprechende Set-Top-Box sollen illegale Kopien verhindert und die Abrechnung soll sichergestellt werden.

Neben Disney verhandelt T-Online mit verschiedenen HollywoodStudios über den Kauf von Filmrechten. Bereits im vierten Quartal dieses Jahres sollen Surfer über ein entsprechendes Gerät auch im Fernsehen auf das gesamte Angebot von T-Online zurückgreifen können.

Das Geschäft mit Bezahlinhalten wird für T-Online immer wichtiger. Rund 3 500 solcher Angebote seien derzeit im Netzwerk des Unternehmens zu finden, sagte der Vorstandsvorsitzende der Telekom - Tochter, Thomas Holtrop, auf der Hauptversammlung des Unternehmens am Mittwoch in Köln. Fast jeder zehnte T-Online-Kunde nutze derzeit diese Dienste. Im vergangenen Jahr habe T-Online mit Bezahlinhalten knapp 17 Mill. Euro umgesetzt.

"Auch höherpreisige Produkte lassen sich gut verkaufen", betonte Holtrop. Nach wie vor bleibt das reine Zugangsgeschäft aber die wesentliche Geldquelle des Konzerns. Auf diesen Bereich entfiel 2002 ein Anteil von 78 % des gesamten Konzernumsatzes (1,5 Mrd. Euro). Doch Werbung, elektronischer Handel und Bezahldienste verzeichneten die höheren Zuwächse.

Im ersten Quartal 2003 lieferte T-Online erstmals vor Steuern ein positives Ergebnis ab. Zu dieser Entwicklung hätten alle Bereiche beigetragen, sagte der T-Online-Chef weiter. Die Kundenzahl lag Ende März 2003 bei 12,5 Millionen.

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