Videospiel-Branche boomt
Microsoft kooperiert mit Spielehersteller Electronic Arts

Der Hersteller von Computerspielen soll mit dem US-Softwareriesen zusammen Spiele für die neue Konsole Xbox produzieren. MIt diesem Angebot will Microsoft die Spitze der Konsolenhersteller erobern.

Reuters SEATTLE. Der US-Softwarekonzern Microsoft hat mit dem führenden Computerspiele-Hersteller Electronic Arts (EA) eine Kooperation für die Entwicklung von Spielen für die neue Microsoft-Konsole Xbox geschlossen. EA werde in den ersten sechs Monaten nach dem geplanten Produktstart der Konsole im Herbst 2001 zehn Spiele für die Xbox anbieten, teilte Microsoft am Mittwoch in Seattle mit. Nach Ansicht von Experten könnte Microsoft dadurch seinem Konkurrenten Sony die führende Position auf dem stark wachsenden Spielkonsolenmarkt streitig machen. Sony hatte vor wenigen Wochen die Spielkonsole "PlayStation2" auf den Markt gebracht.



Finanzielle Details nicht bekannt

Der Verantwortliche für Xbox-Start, Robbie Bach, sagte, die Kooperation sei ein Zeichen dafür, dass die Konsole mehr Eigendynamik erhalte. Über finanzielle Details der Zusammenarbeit wollten sich die Unternehmen nicht äußern. EA-Geschäftsführer Larry Probst kündigte an, man werde zum Start der Xbox etwa fünf Spiele freigeben. Bisher ist EA bekannt für die Spiele "Madden Football" und "NASCAR"-Autorennen.

Der Analyst der US-Technologie-Beratung META, Steve Kleynhans, sieht in der Allianz eine entscheidende Verbindung für Microsoft. Im Hinblick auf die dominante Stellung von EA bei Videospielen hätte es sich negativ für den Softwarekonzern ausgewirkt, wenn die neue Konsole ohne die EA-Spiele auskommen müsste. EA erzielt momentan den Großteil seines Umsatzes mit Spielen für Sonys PlayStation.



Videospiel-Branche boomt

Die Xbox enthält nach Firmenangaben einen 733-Megahertz-Prozessor von Intel und einen Hochgeschwindigkeitszugang zum Internet. Neben der Sony PlayStation2 wird die Xbox mit der Sega-Konsole Dreamcast und der für das kommende Jahr angekündigten neuen Konsole von Nintendo konkurrieren müssen. Die Videospiel-Branche erwartet in diesem Jahr einen Gesamtumsatz von rund 20 Mrd. $ (umgerechnet 44,6 Mrd. DM).

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