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Viel Arbeit bei Stuttgart trotz Sieg gegen Bochum

Aalen (dpa) - Erst Sammer-Fußball - dann Sommer-Kick: Nur in den ersten 45 Minuten der erfolgreichen Pflichtspiel-Premiere von Matthias Sammer als Trainer des VfB Stuttgart entfaltete seine Mannschaft ihr Potenzial.

Aalen (dpa) - Erst Sammer-Fußball - dann Sommer-Kick: Nur in den ersten 45 Minuten der erfolgreichen Pflichtspiel-Premiere von Matthias Sammer als Trainer des VfB Stuttgart entfaltete seine Mannschaft ihr Potenzial.

Der Coach fand für seine Verhältnisse schon fast euphorische Worte: «Wir haben eine starke erste Halbzeit gespielt mit tollen Kombinationen», sagte er nach dem 3:0 (2:0) im Ligapokal in Aalen gegen den VfL Bochum. Doch Sammer warnte auch: «Die tollen Ergebnisse in den Testspielen und im Ligapokal bekomme ich um die Ohren gehauen, wenn wir das erste Bundesliga-Spiel gegen Mainz verlieren.»

Ganz zufrieden war der 36-Jährige nicht. «Wir hatten hinten heraus ein bisschen Probleme. Da müssen wir aufpassen», sagte der Europameister von 1996 zur schwächeren zweiten Spielhälfte. Die Mannschaft des VfB freute sich über den Sieg, wusste aber auch um dessen Bedeutung. «Für uns ist die Vorbereitung auf die Bundesliga primär», sagte der zweimalige Torschütze Cacau (5./34.).

Sammer und Bochums Trainer Peter Neururer waren sich einig: Der Liga-Pokal ist schön und gut - aber nicht das, was wirklich zählt. «Auch wenn es eine hohe Niederlage war: Sie ist nicht schlimm. Die Vorbereitung ist wichtiger», sagte der VfL-Coach, der sich kritische Fragen zum Zustand der Mannschaft gefallen lassen musste. «Wir haben noch 15 Tage Zeit bis zum Saisonstart. Und an dem Tag wird die Mannschaft ein hohes Tempo gehen können», versprach er. Neururer war «überrascht» über die Frühform der Schwaben, von der Sammer aber nichts wissen wollte. «Wir haben noch viel Arbeit vor uns», sagte der ehemalige Coach von Borussia Dortmund.

Imre Szabics, der kurz vor Schluss den 3:0-Endstand markiert hatte, blickte bereits nach vorne. Im Halbfinale des mit 3,7 Millionen Euro dotierten Wettbewerbs treffen die Schwaben am 29. Juli in Meppen auf den deutschen Meister und Pokalsieger Werder Bremen. «Es war ein gutes Spiel von uns, aber gegen Bremen wird es schwieriger», sagte der Ungar. Auch Horst Heldt sieht in der Partie gegen Werder eine «gute Standortbestimmung. Aber der Saisonstart ist das Wichtigste».

Das Team aus dem Ruhrgebiet sah die eigene Leistung dagegen kritisch. «Was wir gespielt haben, war Regionalliga-Niveau. Das war ein einfacher Sieg für Stuttgart», meinte VfL-Torhüter Rein van Duijnhoven. Der beste Bochumer der Partie nahm sich und seine Kollegen für die kommenden zweieinhalb Wochen bis zum Bundesliga-Auftakt bei Hertha BSC Berlin in die Pflicht. «Es ist noch viel zu tun. Wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen.»

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