Viel Geld für das Ausstaffieren
Die 150 000-Dollar-Rechnung der Sarah Palin

150 000 Dollar hat die Vizepräsidentschaftskandidatin der US-Republikaner, Sarah Palin, ausgegeben, um nett und adrett im Wahlkampf auftreten zu können. Allein Friseurbesuche und Make-up schlugen demnach mit rund 5 000 Dollar zu Buche. „Ich will mein Geld zurück“, schreien nun die ersten Parteispender.

HB WASHINGTON. Über die Rechnung von umgerechnet fast 120 000 Euro für das Ausstaffieren der Vizepräsidentschaftskandidatin löste laut US-Medien scharfe Kritik unter wichtigen Spendern aus. „Ich will mein Geld zurück“, zitierte die Online-Zeitung „Politico“ am Mittwoch einen Geldgeber, der anonym blieb. Es scheine sich zu lohnen, im Rennen um das Weiße Haus anzutreten, sagte ein anderer Spender. „Selbst wenn man verliert, hat man einen Schrank voller neuer Kleider.“

Allein für die Garderobe der Gouverneurin von Alaska seien im September rund 125 000 Dollar ausgegeben worden, berichtete „Politico“ unter Berufung auf Dokumente der Partei. Friseurbesuche und Make-up hätten überdies mit mehr als 4 700 Dollar zu Buche geschlagen. Daneben seien noch weitere Kosten für Palins Erscheinungsbild aufgelaufen. Das Wahlkampflager des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers John McCain erklärte den Angaben zufolge, dass die Kleider nach der Wahl am 4. November einer Wohltätigkeitsorganisation gespendet werden sollen.

Die konservative britische Zeitung „The Times“ macht sich am Donnerstag bereits über die Rechnung für das Ausstaffieren der republikanischen US-Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin lustig: „Sarah Palin hat 150 000 Dollar für Kleidung und Accessoires ausgegeben, 25 000 Dollar mehr als ihr Brutto-Jahreseinkommen. Angeblich soll die Kleidung nach dem Wahlkampf an Wohltätigkeitsorganisationen gehen. Das klingt wie ein frühes Eingeständnis der Niederlage und eine Goldgrube für die Second-Hand- Läden Alaskas.“

Das Ganze hat laut Times aber seine guten Seiten, denn Frau Palin tue ihr Bestes, die Wirtschaft am Laufen zu halten. „Wenn die Kritik zu Hause zu groß wird, dann ist sie hier willkommen. In London öffnet in Kürze ein großes Einkaufszentrum. Und wer wäre da besser geeignet als Sarah Palin, um das Einweihungsband durchzuschneiden?“, schrieb die Times.

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