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Viel Lärm um Nix: Kölner CDU-Politiker zurückgetretenDPA-Datum: 2004-07-15 09:42:04

Köln (dpa) - Der Streit um die Berufung des scheidenden Kasseler Theaterintendanten Christoph Nix als neuen Kölner Kulturdezernenten hat zwei Kölner CDU-Spitzenpolitiker das Amt gekostet. Nach internen Streitigkeiten um Nix' Benennung, die bereits angekündigt war, traten der Vorsitzende der Kölner CDU-Rathausfraktion, Karl-Jürgen Klipper, und der kulturpolitische Sprecher der Fraktion, Richard Blömer, am Mittwochabend zurück. Nix' Kandidatur war an plötzlichen Widerständen in der CDU gescheitert.

Köln (dpa) - Der Streit um die Berufung des scheidenden Kasseler Theaterintendanten Christoph Nix als neuen Kölner Kulturdezernenten hat zwei Kölner CDU-Spitzenpolitiker das Amt gekostet. Nach internen Streitigkeiten um Nix' Benennung, die bereits angekündigt war, traten der Vorsitzende der Kölner CDU-Rathausfraktion, Karl-Jürgen Klipper, und der kulturpolitische Sprecher der Fraktion, Richard Blömer, am Mittwochabend zurück. Nix' Kandidatur war an plötzlichen Widerständen in der CDU gescheitert.

Nix selbst bezeichnete sich nach der geplatzten Ernennung als Opfer des CDU-internen Streits. Er sei zum «Spielball laufender Auseinandersetzungen in der Kölner CDU» geworden, ließ Nix am Mittwoch in Kassel mitteilen. Ob er nun doch den zwischenzeitlich abgesagten Posten als Rektor der Fachhochschule Neubrandenburg antrete, sei offen. Im übrigen sei er «glücklich, ein unabhängiger Mensch zu sein».

Klipper und Blömer galten als wichtigste Kontrahenten im Streit um die Suche nach einem Kölner Kulturdezernenten. Nix war zunächst von CDU und Grünen in Köln als Kandidat präsentiert worden. Am Dienstag wurde ihm nach Kritik aus der Kölner Union aber abgesagt. Klipper war als Befürworter von Nix aufgetreten, Blömer war gegen ihn.

Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) bedauert nach Angaben seines Sprechers Ulrich Höver das Scheitern der Kandidatur von Nix. Dieser wäre eine gute Wahl gewesen. Die Suche nach einem neuen Kandidaten verzögert sich nach Angaben Hövers auf jeden Fall bis nach der Kommunalwahl Ende September. Ein neuer Kandidat für den Posten sei derzeit nicht in Sicht.

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